Schon bald ein repräsentatives Tor zur City

Schon bald ein repräsentatives Tor zur City

Godesberger City-Marketing drängt auf vorzeitige Wiederherstellung des Brunnens - Künstlergruppe im ehemaligen Verkehrspavillon - Baubude im Kurpark wird abgerissen

Bad Godesberg. Auf der städtischen Prioritätenliste zur Um- und Neugestaltung der zentralen Plätze in Bad Godesberg steht der Bahnhofsvorplatz für den Zeitraum 2004/2005 nach dem Aennchenplatz (2002/2003) und dem Moltkeplatz (2003/2004) erst an letzter Stelle.

Um diese wichtige Verbindung zwischen Bahnstation und Kurpark schon vor diesem angepeilten Termin zu einem repräsentativen Eingangstor zur Innenstadt zu machen, regt der Verein City-Marketing in einem Antrag für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung an, den Brunnen vor dem einstigen Verkehrspavillon bereits 2003 und damit ein Jahr vor der eigentlichen Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes wieder zum Sprudeln zu bringen.

Sollten die Kosten für das Projekt die finanziellen Möglichkeiten der Stadt überschreiten - wovon auszugehen ist -, will sich City-Marketing um Sponsoren bemühen, sagte City-Managerin Monika Schmitz-Greef dem General-Anzeiger auf Anfrage. Hier biete sich eine gute Gelegenheit für die viel zitierte "private-public-partnership".

In einer ersten Stellungnahme bestätigt die Verwaltung, dass die Wiederherstellung des Brunnens "zentraler Bestandteil der zukünftigen Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes" sei, und dass ein Vorziehen des Baubeginns auf das Jahr 2003 "grundsätzlich" möglich sei. Darüber müsse der Rat im Verlauf seiner Beratungen über den Doppelhaushalt 2003/2004 befinden.

"Gerne gesehen" auf Seiten der Stadt wird natürlich auch die finanzielle Entlastung des Stadtsäckels durch Sponsoren, vor allem bei den laufend anfallenden Betriebs- und Unterhaltskosten. Jedoch, so das Stadtbauamt, erscheine es "zum jetzigen Zeitpunkt sicherer, wenn die zutreffende Entscheidung zum Bau autark erfolgt". Will vermutlich heißen, dass die Stadt in Sachen Investitionskosten lieber unabhängig bleiben möchte.

Diese Kosten belaufen sich nach Angaben der Verwaltung auf insgesamt 135 000 Euro, wobei die Frage der Zuschussfähigkeit noch zu prüfen sei. Bereits in den Haushalt für das Jahr 2000 waren 130 000 Mark für das Projekt eingestellt, aber nicht abgerufen worden. Die Mittel stehen also noch zur Verfügung.

Wann und wie auch immer die Entscheidung des Rates ausfallen wird - am Bahnhofsvorplatz tut sich schon jetzt etwas: Nach GA-Informationen wird die seit dem Bau des Stadtbahntunnels den Kurpark verschandelnde Holzhütte in den nächsten Tagen endlich abgerissen. Zugleich, so hört man, soll der einst der Touristen-Information dienende Pavillon, der bis Ende 2001 von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz genutzt wurde, soeben an eine private Künstlergruppe vermietet worden sein.

Damit ist die Idee des zuständigen Arbeitskreises zum Integrierten Handlungskonzept Bad Godesberg-Mitte vom Tisch, der die Nutzung des Pavillons durch die Stadtwerke, den Stadtbezirk oder das City-Management vorgeschlagen hatte.

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