Neuer Fonds hilft beim Erhalt der Drachenburg Königswinter

Neuer Fonds hilft beim Erhalt der Drachenburg Königswinter

NRW-Stiftung stellte das Startkapital zur Verfügung

Königswinter. (ff) "Es wird immer Reparaturbedarf geben. Und dafür sollen wir jetzt schon Vorsorge treffen." Der Präsident der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, kurz NRW-Stiftung, Herbert Neseker, hat am Dienstagnachmittag einen dicken Scheck nach Königswinter mitgebracht: 511 292 Euro stellt die NRW-Stiftung der neu gegründeten, eigenständigen "Drachenburg-Stiftung" zur Verfügung. Sie wird ihren Sitz in Königswinter haben und sich darum bemühen, dass das Geld für das Denkmal "Schloss Drachenburg" nicht ausgeht.

Die Summe ist quasi das Startkapital der neuen Stiftung, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, über die Phase der aktuellen Restaurierungsarbeiten hinaus die Instandhaltung und Pflege von Schloss Drachenburg zu sichern.

Geld für diese Dinge wird etwa ab dem Jahr 2006 benötigt werden: Dann ist die Sanierung wohl beendet, das Schloss wird dann aber nicht aufhören, Geld zu kosten. Denn wie in jedem anderen Bauwerk werden in Zukunft in der Drachenburg immer wieder Instandsetzungsarbeiten anfallen.

Um diese zu bezahlen, wurde die neue Stiftung aus der Taufe gehoben. Neseker hofft, dass sich der Kapitalstock noch kräftig erhöht, denn die Zinsen des Startkapitals werden für das Anliegen nicht ausreichen.

"Etwa das Drei- bis Vierfache wird notwendig sein", schätzt der NRW-Stiftungspräsident. Zum Kuratorium der Stiftung gehören neben Neseker auch Königswinters Bürgermeister Peter Wirtz und Franz-Joachim Thür.

Die personelle Verzahnung ist gewollt: Der Altstädter Thür ist auch Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer von Schloss Drachenburg, die wiederum die laufende Arbeit der gemeinnützigen Museumsgesellschaft finanziell begleitet.

Diese ist die dritte im Bunde in Sachen Drachenburg. 1999 gegründet, entwickelt die gemeinnützige Schloss Drachenburg GmbH nicht nur die Konzepte für die Innenrestaurierung, sondern gewährleistet auch den Zugang für die Öffentlichkeit.

Dass sich also ein eingespieltes Team um die Zukunft des Schlosses kümmert, finden alle Beteiligten sehr begrüßenswert. Wirtz: "Hier wurde in vertrauensvollem Zusammenwirken eine große Menge Geld verbaut.

Wir sind froh, dass nun auch der Grundstein gelegt ist, um den Erhaltungszustand auf Dauer zu sichern." Vorsitzende der Drachenburg-Stiftung ist Kathrin Erggelet, die neue Geschäftsführerin der NRW-Stiftung. Sie leitete zuvor zwei Jahre als Geschäftsführerin die Museumsgesellschaft.

Das zwischen 1882 und 1884 errichtete Schloss Drachenburg ist bis 31. Oktober täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr zu besichtigen. Die letzte Führung ist jeweils um 17.15 Uhr. Die neue Drachenburg-Stiftung ist zu erreichen über die NRW-Stiftung, (02 11) 45 48 50.

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