Fackelzug am Freitag: Weinkönigin Janina I. regiert in Erpel

Fackelzug am Freitag : Weinkönigin Janina I. regiert in Erpel

Die Erpeler Weinkönigin Janina I. fiebert dem Festwochenende entgegen, das mit dem Fackelzug am Freitag beginnt. Der Blütenkorso mit geschmückten Wagen steht unter dem Motto „Theater in Erpel – dazu schmeckt Wein vom Rhein“.

„Egal ob Regen oder Sonnenschein: Wir feiern Weinfest in Erpel am Rhein. Drum lasst uns singen, tanzen und lachen sowie Kummer und Sorgen beiseite schaffen!“ Nach diesem Motto möchte Weinkönigin Janina Wester an diesem Wochenende mit den Erpelern und auswärtigen Gästen feiern. Los geht es am, 13. September, nach dem traditionellen Fackelzug.

Die 23-jährige Nachfolgerin von Verena I. (Schwager) wird durch die Festtage begleitet von den Weinprinzessinnen Laura Malzmüller (23) und Alisa Miskowiak (27) sowie von Bacchus Andreas Schwager, der wiederum von den Bacchantinnen Julia Sterzenbach und Hannah Roos flankiert wird.

Der erste große Auftritt von Janina I. war freilich ihre Krönung. Angeführt vom Tambourcorps und eskortiert von den Offizieren des Junggesellenvereins, Hauptmann Philipp Marx und Leutnant Tim Schmitz, wurde sie auf der Bühne des Bürgersaals von Silvia Gehrig, Beisitzerin im Brauchtumsverein Freunde des Erpeler Weinfests, vorgestellt.

Janina Wester spielt im Tambourcorps Querflöte. Als ehemalige Prinzengardistin gehört die Systemingenieurin, die sich mit einem Wirtschaftsinformatik-Studium weiterbildet, zur Ehrengarde der Großen Erpeler KG.

Einmal im Leben Weinkönigin sein

Seit sie denken könne, habe sie in verschiedenen Gruppen am Erpeler Blumenkorso teilgenommen, in den vergangenen Jahren mit dem Tambourcorps, so die Majestät. „Und wenn man die ganze Zeit beim Weinfest und auch bei anderen Festivitäten im Ort mit dabei ist, dann wünscht man sich auch, einmal im Leben Weinkönigin zu werden“, erklärte sie.

Das Weinfest sei eben die Veranstaltung, bei der sich Erpel vier Tage lang in einem Ausnahmezustand befinde und sich von seiner schönsten und vor allem gastfreundlichsten Seite präsentiere, hob sie hervor.

Mit Weinprinzessin Laura Malzmüller sei sie schon seit 13 Jahren befreundet, verriet Janina I. Dass diese, nomen est omen, am liebsten Bier trinkt, hatte sie nicht davon abgehalten, die Weinkönigin ihrer Unterstützung zu versichern. Weinprinzessin Alisa Miskowiak habe als Mitglied des Tambourcorps „meine erste Aufregung mit mir geteilt, als feststand, dass ich Weinkönigin werden soll“, berichtete Janina I.

Brauchtumsverein wirbt um Mitstreiter

Die Krönung nutzte Anke Klug, Vorsitzende der Freunde des Erpeler Weinfestes, zur Vorstellung des neuen Vorstands. Klug hatte im November 2018 das Amt ihres Vaters Werner Henneker übernommen, der 34 Jahre lang den Verein geführt hatte. Der alte Vorstand hatte sich nicht mehr in der Lage gesehen, die Geschäfte des Vereins fortzuführen und die Organisation des Weinfestes zu stemmen.

Unter anderem dank vier Ex-Weinköniginnen des Ortes, die Vorstandsarbeit übernahmen, wurde das Traditionsfest gerettet. Anke Klug, Weinkönigin im Jahr 2005, übernahm den Vorsitz, Tim Kaltenborn ist zweiter Vorsitzender. Saskia Sieberz, Weinkönigin von 2015, ist Geschäftsführerin. Dem Vorstand gehören zudem Kassierer Björn Gehrid sowie zwei weitere ehemalige Weinmajestäten, Jenny Waldmann (2011) und Silvia Gehrid (geborene Ott, Königin 2004), als Beisitzerinnen an.

Klug machte deutlich, dass der Verein immer noch mit Problemen kämpft. „Da uns die beiden Osanna-Flohmärkte weggebrochen sind, fehlen dem Verein erhebliche Einnahmen. Das können wir nur verkraften, wenn viele Freunde des Weinfestes bei uns Mitglied werden“, warb sie um Unterstützer.

Erpel steht von Freitag bis Montag, 13. bis 16. September, im Zeichen des Weines. An diversen Ständen werden Weine sowie Speisen kredenzt, dazu gibt es Livemusik. Auftakt ist der Fackelzug am Freitag ab 20 Uhr. Anschließend wird das Fest am Rathaus eröffnet. Der Blumenkorso zieht am Sonntag ab 15 Uhr durch die Straßen der „Alten Herrlichkeit“ am Rhein. Er steht unter dem Motto: „Theater in Erpel – dazu schmeckt Wein vom Rhein“.

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