Ausstellung der Kita Pantaleon: Scheurener Kita-Kinder zeigen ihre afrikanischen Kunstwerke

Ausstellung der Kita Pantaleon : Scheurener Kita-Kinder zeigen ihre afrikanischen Kunstwerke

Jungen und Mädchen der Scheurener Kita Sankt Pantaleon haben sich mit dem Thema Afrika beschäftigt. Dazu hatten sie mehr als 400 Exponate gemalt, gebastelt und getöpfert - und dabei viel künstlerische Freiheit bewiesen.

Seit vielen Monaten bereits beschäftigt der schwarze Kontinent die Jungen und Mädchen der Kindertagesstätte Sankt Pantaleon Scheuren. So war Afrika das Thema, als sich die Kinder bei ihrem Sommerfest in mächtige Elefanten, flinke Gazellen, gefährliche Krokodile und farbenprächtig gefiederte Vögel verwandelt hatten.

Der Senegalese Fara Diouf vom Team „Trommelzauber“ hatte die Jungen und Mädchen mit auf eine abenteuerliche „Reise nach Tamborena“ genommen und die Truppe um Kita-Leiterin Bernadette Hausen in eine trommelnde, tanzende und singende Gemeinschaft verwandelt. Gemeinsam mit Erzieherin Heidi Schierz hatten die Kinder zudem über Wochen afrikanische Motive gemalt, gebastelt und getöpfert. Mehr als 400 Exponate waren so entstanden, die nun in einer großen Ausstellung den Eltern und Verwandten präsentiert wurden.

Zahlreiche Ausstellungsstücke in der Kita waren in kürzester Zeit mit einem roten Punkt markiert: Zeichen dafür, dass sich die Eltern ein Vorkaufsrecht an den Arbeiten ihrer Kinder gesichert hatten. An anderen prangte ein blauer Punkt: Die Ausstellungsstücke waren als Leihgaben für den Migrationsverein vorgesehen oder für die Ausstellung „Unkeler kreativ“ im Oktober. Kita-Leiterin Hausen sprach den jungen Künstlern ein dickes Lob aus. Dem schloss sich auch Erzieherin Schierz an: „Ihr habt wirklich tolle Sachen gemacht.“ Sie lenkte das Augenmerk der Besucher unter anderem auf das große Tiere-Schnittmuster, das die Kinder selbst gefertigt hatten.

Eine Giraffe mit fünf Beinen

Dass dann einige der Styropor-Elefanten kaum noch Ähnlichkeit mit der Vorlage hatten oder neben Zebras und lustigen Affen auch Giraffen mit fünf Beinen zu sehen waren, fällt unter das Kapitel „künstlerische Freiheit“. Dicke Murmelschnecken lagen neben glasierten und unglasierten Ton-Schlangen, filigrane Traumfänger konkurrierten mit schweren Masken aus Karton und grimmigen Löwen mit mächtigen Mähnen als Papiercollagen, während sich farbige Riesenschmetterlinge auf den Rückflug nach Afrika zu machen schienen. Ja, selbst den Trommler Fara Diouf mit seiner großen Djembe hatten die kleinen Künstler nicht vergessen.

„Die Kinder haben aber auch Paul Klees Ägyptenreise nachgemalt“, so Schierz, was die Eltern angesichts der tollen Ergebnisse der Kindern besonders freute.

Vorausgegangen war eine Bildbeschreibung, bei der die vielen Linien herausgearbeitet worden waren, von denen die Fläche strukturiert wird. „Dann musste ich nur noch erklären, wie man ein Dromedar malt“, so die Erzieherin. Und zwar so: An eine der unteren Ecken eines abgerundeten Dreiecks kommt erst ein langer Strich nach oben, daran ein kurzer zur Seite – je nachdem, wohin das Tier sehen soll. Dann fehlen zur Fertigstellung nur noch die vier dünnen Beine. „Ich hoffe, dass die Eltern und Großeltern genau so begeistert sind von den Arbeiten wie wir und tüchtig kaufen“, sagte Hausen mit einem Augenzwinkern.

Der Erlös der Ausstellung bildet den Grundstock für den nächsten „Trommelzauber“ in der Scheurener Kita in vier Jahren.