Neuer Vorstand: Bürgerverein Scheuren ist gerettet

Neuer Vorstand im zweiten Anlauf : Bürgerverein Scheuren ist gerettet

Im zweiten Anlauf haben die Vereinsmitglieder des Bürgervereins Scheuren einen Vorstand gewählt. Die Zeit der drohenden Vereinsauflösung ist damit vorbei.

Die Zeit des Notvorstands und der drohenden Vereinsauflösung ist vorbei: Die Mitglieder des Bürgervereins Scheuren haben einen neuen Vorstand. Der bisherige zweite Vorsitzende, Michael Braun, ist jetzt Vorsitzender. Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Scheurener Hof wurde er unter der Leitung von Robert Bieding einstimmig für drei Jahre als Nachfolger von Uli Koch gewählt. Sein früheres Amt übernahm Alfons Mußhoff, der bisher Schriftführer war. Mit Katja Lorenzini hat der Verein erstmals eine Geschäftsführerin.

Per Satzungsänderung war dieses Amt zuvor bei der außerordentlichen Versammlung eingeführt worden, ebenso die Aufteilung in einen geschäftsführenden Vorstand – dem noch Reinhard Wolf (1. Kassenwart), Lothar Winzen (2.Kassenwart) sowie Volker Thomalla und Markus Patterer als 1. und 2. Schriftführer angehören – und einen erweiterten Vorstand. Diesen bilden die Kirchenfähnriche, Gregor Dung und Thomas Leven, sowie die drei Beisitzer Marco Birkenbeil, Michael und Uli Koch.

„Wenn heute wieder kein neuer Vorstand gewählt worden wäre, hätten wir den Verein kommissarisch nur noch bis zur Jahreshauptversammlung am 22. März 2020 geführt“, erklärte der alte Vorsitzende Uli Koch. Wäre auch dann kein Vorstand gebildet worden, hätte dem Traditionsverein die Auflösung gedroht. Noch bei der Jahreshauptversammlung im März diesen Jahres hatte es schlecht ausgesehen für den Verein. Koch hatte nach einem vergeblichen Versuch mit Braun, Wolf und Mußhoff, Kirchenfähnrich Manfred Mönch und den Beisitzern Sigrid Braun, Christoph Rechmann und Patrick Schröder die Geschäfte als „Notvorstand“ weitergeführt.

Es war der Posten des Vorsitzenden, für den im März kein Kandidat gefunden worden war. In der Folge hatte auch kein anderer Vorstandsposten neu besetzt werden können. Michael Braun betonte nun, ohne die Satzungsänderung und die Einführung des Geschäftsführerpostens hätte er das Vorsitzendenamt nicht übernommen. Dieses neue Amt im geschäftsführenden Vorstand entlaste ihn ungemein, zumal er sich als Handwerker den Aufgaben einer Geschäftsführung nicht gewachsen fühle. Froh sei er zudem, dass sich nun mit Birkenbeil, Leven und Michael Koch auch Jüngere im Vorstand engagieren würden.

„Und natürlich bin ich dankbar, dass Uli als Beisitzer mit dabei ist, der ja schon jahrelang Vorstandsarbeit geleistet hat“, sagte Braun und erinnerte daran, dass Uli Koch nach dem plötzlichen Tod von Jörg Schröder im September 2015 als Vorsitzender eingesprungen war. Zugleich bat er die Anwesenden, den positiven Impuls der erfolgreichen Vorstandswahl an die übrigen Mitglieder weiterzugeben. „Alle sollten im Verein mitmachen und Aufgaben übernehmen, anstatt diese dem Vorstand zu überlassen“, appellierte er an jene 120 Mitglieder, die nicht zur Versammlung gekommen waren.

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