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Platz für 90 Kinder: Kindergarten in Linz feiert Richtfest

Platz für 90 Kinder : Kindergarten in Linz feiert Richtfest

Der Linzer Kindergarten an der Friedrich-Ebert-Straße feiert Richtfest. Für rund 3,7 Millionen Euro wurde eine fünfgruppige Kita geschaffen.

Eine kleine, mit bunten Bändern geschmückte Birke hatte Zimmermann Manfred Spohr an der Südfassade des Linzer Kindergartens an der Friedrich-Ebert-Straße auf dem Dach aufgestellt. Mit seinem Richtspruch verkündete er von dort aus luftiger Höhe traditionell die Rohbau-Vollendung des fünfgruppigen Kita-Gebäudes, auch wenn er den Festgästen nicht zuprostete.

„Angesichts der Corona-Beschränkungen haben wir das Richtfest entsprechend klein und wegen der Hygiene-Vorschriften auch ohne jede Beköstigung gehalten“, erklärte Stadtbürgermeister Hans-Georg Faust am Donnerstagnachmittag. Willkommen heißen konnten er sowie die drei Beigeordneten Helmut Muthers, Karl-Heinz Wölbert und Michael Schneider unter anderem die Prokuristin des Neuwieder Architektur- und Ingenieurbüros Berghaus & Michalowicz, Alexandra Schmitz-Pauser, Vertreter der Gewerke und die stellvertretende Kita-Leiterin, Alisa Miskowiak. Auch Bruno Reufels, der Vorsitzende der Niedax-Geschäftsleitung, und Alexander Horn, der in seiner Funktion als Geschäftsführer für den Bereich Technik und Entwicklung mit Herrn Reufels die Doppelspitze der Niedax-Group bildet, waren gekommen. Das Unternehmen, dessen Verwaltungsgebäude unmittelbarer Kita-Nachbar ist, übernimmt anteilig die Baukosten sowie die Unterhaltungskosten für zehn Plätze, die für Kinder seiner Angestellten bestimmt sind.

Die Stadt hatte extrem frühzeitig die Planung eingeleitet, unmittelbar nachdem sich der enorme Bedarf an Kita-Plätzen abzeichnete. Entsprechend konnte die Verwaltung die Termine für die Anträge auf Fördergeldern einhalten, sodass Linz eine der ersten Städte in Rheinland-Pfalz war, die positive Bescheide aus Mainz erhalten hatte.

Land steuert 750.000 Euro bei

Nach der Förderzusage übernimmt das Land 750.000 Euro der Baukosten, die insgesamt rund 3,7 Millionen Euro betragen. Weitere 475.000 Euro steuert der Kreis bei. Mit dem fünfgruppigen, attraktiven Kindergarten mit insgesamt 90 Plätzen sei Linz modern und gut aufgestellt, hob der Stadtchef hervor. „Mit der Fertigstellung dieser Kita hier an der Friedrich-Ebert Straße, hätten wir wahrscheinlich ab dem Frühjahr 2021 normalerweise unser ehrgeiziges Ziel erreicht, die nächsten 30 Jahre für jedes Kind einen Kindergartenplatz mit Essensversorgung vorzuhalten“, so Faust. Wegen der Corona-Pandemie sei man nun aber wahrscheinlich gezwungen, kleiner Gruppen aufzubauen, räumte er ein.

„Glücklicherweise haben wir ja auch noch den ursprünglich nur als Übergangslösung vorgesehenen Kindergarten im ehemaligen Caritas-Gebäude“, erinnerte Wölbert. Diese kleine Kita „Am Schwimmbad“ sei von der Ausstattung her alles andere als ein Provisorium. Entsprechend freute sich der für den Geschäftsbereich Kita zuständige Beigeordnete, dass sich die Investition des Vorjahres länger als vorgesehen auszahlen wird.