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Feuer in Unkel: Werkstatt brannte - 64-Jähriger weiter in Lebensgefahr

Feuer in Werkstatt : 64-Jähriger schwebt nach Brand in Unkel weiter in Lebensgefahr

Der Zustand des Mannes, der bei dem Großbrand in einer Werkstatt in Unkel am Freitag lebensgefährlich verletzt wurde, ist weiter kritisch. Das Gutachten zur Brandursache steht noch aus.

Nach dem Großbrand in einer Werkstatt in Unkel schwebt ein 64-Jähriger nach wie vor in Lebensgefahr. Der Zustand des Mannes sei unverändert, teilte die Kriminalpolizei Neuwied am Mittwoch auf GA-Anfrage mit. Die kriminaltechnischen Untersuchungen zur Brandursache seien abgeschlossen. Allerdings warte man vor einer endgültigen Auswertung noch das Fachgutachten ab, so die Polizei weiter. Bei dem Brand am Freitag hatte es eine Verpuffung gegeben.

Das Feuer hatte am späten Freitagabend für einen Großeinsatz der Freiwilligen Feuerwehren im nördlichen Rheinland-Pfalz gesorgt. Um 21 Uhr schrillten die Sirenen, nachdem in der circa 400 Quadratmeter großen Lagerhalle am Parkplatz vor dem Unkeler Bürgerpark ein Feuer ausgebrochen war. Unterstützung erhielten die Wehrleute aus Rheinbreitbach, Unkel und Linz von den Kollegen aus Bad Honnef. Zusammen mit Polizei und Rettungsdiensten waren an dem Einsatz an die 180 Personen beteiligt.

Es war der dritte Großbrand in Unkel innerhalb der vergangenen zwei Jahre. Im Februar 2019 hatte am Bahnhof ein Güterwaggon gebrannt. Im Jahr zuvor war ein Feuer in einem Seniorenzentrum ausgebrochen und hatte für erhebliche Schäden gesorgt. Erheblich dürften auch die Schäden sein, die das aktuelle Feuer angerichtet hat. Die Kriminalpolizei geht davon aus, dass es sich bei der Schadenshöhe um einen „mittleren sechsstelligen Betrag“ handeln dürfte. Die Versicherung sei beauftragt, die Höhe des Schadens zu ermitteln, so die Kriminalpolizei. Dabei gehe es nicht nur um das Gebäude. In der als Hobbywerkstatt genutzten Halle hätten sich auch etliche Gegenstände und Fahrzeuge befunden. Abgebrannt sei zudem auch der Dachstuhl der ehemaligen „Golfklause“, die sich unmittelbar östlich des Brandherds befindet.

Der Zustand des Mannes, der bei dem Brand lebensgefährlich verletzt und per Hubschrauber in eine Spezialklinik eingeliefert worden war, sei unverändert kritisch, so die Polizei. Der Mann hatte durch die Verpuffung in der Halle, in der neben Fahrzeugen auch Öle und Lacke gelagert waren, schwerste Verbrennungen erlitten. Zwei weitere Personen waren am Freitagabend mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vorsorglich mit dem Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht worden.