Neue Weinkönigin in Erpel: Brauchtumsverein inthronisiert Nina I. Bornheim

Neue Weinkönigin in Erpel : Brauchtumsverein inthronisiert Nina I. Bornheim

Nina Bornheim ist die neue Weinkönigin der „Alten und Freien Herrlichkeit Erpel“.

Nachdem sie in den Bürgersaal eingezogen war, eskortiert von Kevin Weber und Lukas Keßler, den Offizieren des Junggesellenvereins, wurde die 22-Jährige von den Vorsitzenden des Brauchtumsvereins „Freunde des Erpeler Weinfestes“, Werner Henneker und Brigitte Buchmüller, mit der Übergabe des Weinlaub-Diadems als Nachfolgerin der Orsbergerin Sarah Kirschbaum inthronisiert.

Diese war kurz zuvor mit den Weinprinzessinnen Michelle Welsch und Saskia Siebe mit viel Lob und Applaus verabschiedet worden. „Im schönen Blumendorf am Rhein regiert seit jeher der rote und weiße Wein. Darauf möchte ich mit Euch das Glas erheben, freudig und gesellig den Tag erleben“, prostete Nina I. strahlend den Besuchern ihrer Präsentation im Bürgersaal mit ihrem Weinspruch zu. Der ist natürlich erheblich länger, bezieht er sich mit seinen ersten Zeilen doch auf das Weinfest-Motto „Pflauenglanz und Preußenadler – 200 Jahre Landkreis Neuwied!“

So erinnert der Weinspruch daran, dass Preußen den Erpelern zunächst die „Strünzer“ im Landkreis Linz gebracht hatte, der dann nach wenigen Jahren im Kreis Neuwied aufgegangen war. „Uns Erpelern war aber schon immer klar, dass nur Bacchus der Regierende war“, so die junge Weinmajestät. Sehr zur Freude von Andreas Schwager, der erneut in die Rolle des Weingottes geschlüpft war. Als Bacchantinnen stehen ihm wieder Tochter Daniela und als Nachfolgerin von Jasmin Simon die junge Laurie Stirnberg zur Seite.

Nur der Liebe wegen habe die Erpelerin ihr Domizil zur Zeit in Linz aufgeschlagen, verriet Buchmüller. „Als Ergotherapeutin kann sie dich wieder auf die Beine bringen, wenn Dir während unserer Weinfesttage am dritte Septemberwochenende die Knochen mal zu sehr wehtun sollten“, frotzelte die Ex-Weinkönigin in Richtung des 1. Vorsitzenden.

Ein Grund, Erpel als Weinkönigin zu repräsentieren, sei für Nina ihr Großvater Rudi Richard, der sich schon seit 2002 mit viel Herzblut und Engagement der Gestaltung der Blumenkorso-Wagen widme, so Buchmüller. „Außerdem habe ich schon als Kind die Weinköniginnen auf ihren eindrucksvollen Prunkwagen bewundert und davon geträumt, selbst einmal hier Weinkönigin sein zu können. Was kann es Schöneres geben“, sagte Nina I.

Ihr zur Seite stehen als Weinprinzessinnen die 24-jährige Jana Flicker und die zwei Jahre jüngere Madeleine Keßler, die eine langjährige Schulfreundin der Weinkönigin ist. „Ich habe mich sehr gefreut, als Nina mich gefragt hat, ob ich sie als Weinprinzessin begleiten würde“, so die Bankkauffrau, die Motorradfahren und Joggen, aber auch Angeln als ihre Hobby angibt. Jana hingegen ist gar nicht mehr gefragt worden.

„Nina hat schon immer gesagt, dass ich ihre Weinprinzessin würde, wenn sie Erpel als Weinmajestät repräsentiert“, erinnerte sich die Kosmetikerin, die laut Buchmüller auch sehr sportlich unterwegs ist. Immerhin kennt man sie als Mitglied der Tanzgruppe „Silver Girls“, während Nina in ihrer Freizeit dem „Zumba“ frönt, wenn sie sich nicht gerade mit Freunden trifft oder in einer Lektüre versunken ist.

Wie sie bevorzugen auch ihre Weinprinzessinnen halbtrockenen Weißwein, wobei es für Madeleine schon ein Riesling sein sollte. Dagegen verschmäht die Weinkönigin auch einen Rosé nicht, während der weiße Wein bei Jana auch einmal etwas lieblicher ausfallen kann. Anstatt die Lieblingsweine von Bacchus aufzuzählen, wäre es sinnvoller, gleich einen Weinführer zu schreiben. Tochter Daniela dagegen legt sich ganz konkret auf einen Riesling Kabinett aus den Steillagen vom Mittelrhein fest, während Nesthäkchen Laurie weder einen Blauen Portugieser noch einen Müller-Thurgau verschmäht.

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