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Weinkönigin Maike I. übernimmt Regentschaft: Besucher strömen zum Winzerfest in Linz

Weinkönigin Maike I. übernimmt Regentschaft : Besucher strömen zum Winzerfest in Linz

Pünktlich zur Eröffnung des Winzerfests in Linz übernahm Maike I. (Schellberg) die Regentschaft als Weinkönigin. Drei tage wurde in der Bunten Stadt am Rhein gefeiert.

„Im Wein liegt Lüge, im Wein liegt Wahrheit, liegt Sturm und Drang und auch die Klarheit. Im Wein liegt Traurigkeit und Lachen. Es liegt an uns, was wir draus machen!“ Mit diesem Weinspruch trat Maike I. (Schellberg) am späten Freitagnachmittag auf dem Linzer Marktplatz ihre Regentschaft als Weinkönigin der Bunten Stadt am Rhein an. Unterstützt wird sie während ihrer Amtszeit von ihren Freundinnen Alicia Donner und Anika Reinhardt. Kurz zuvor hatte Stadtbürgermeister Hans Georg Faust das Winzerfest auf der großen Bühne im Weindorf eröffnet.

Dessen Stände hatten bereits am frühen Nachmittag geöffnet. Als Ehrengäste begrüßte der Stadtchef im Sitzungssaal neben etlichen Ratsmitgliedern unter anderem Landrat Rainer Kaul und den Unkeler VG-Chef Karsten Fehr. Sein besonderer Willkommensgruß galt neben den Sponsoren aber natürlich den noch amtierenden Weinmajestäten und ihren designierten Nachfolgerinnen.

„Es ist einfach herrlich, dass wir immer wieder Damen wie Euch finden, die Linz so toll und authentisch repräsentieren“, lobte Faust Weinkönigin Laura I. (Schmidt) und ihre Weinprinzessinnen Verena Krämer und Alicia Bechteler. Beim Empfang vor zwei Jahren hätten sie kaum atmen können vor Nervosität, erinnerten sich diese. „Es war eine unglaublich schöne Zeit. Genießt jeden einzelnen Moment, denn die Zeit rennt“, gab Laura dem neuen Weintrio mit auf den Weg, das kurze Zeit später von Moderator Jupp Reuter den Winzerfestbesuchern auf der Bühne vorgestellt wurde.

Vorliebe für Weißwein und den Karneval

„Alicia wohnt zwar in Dattenberg, hat aber familiäre Wurzeln in Linz. Immerhin war unser ehemaliger Bürgermeister Adi Buchwald ihr Patenonkel“, berichtete der „Steillage“-Weinstandbetreiber. Die 18-Jährige absolvierte nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) eine Ausbildung als Sozialassistentin an der Alice-Salomon-Schule. „Alicia, die Mitglied bei den Ohlenberger Tanzflöhen und dem Dattenberger Junggesellenverein ist, backte gerne und bevorzugt einen trockenen Riesling“, so Reuter weiter.

Lieblich muss dagegen der Weißwein für die gleichaltrige Anika aus Ockenfels sein, die aus einer echt karnevalsjecken Familie stammt. Ihre Oma, Renate Weber, war jahrelang Linzer Obermöhn, bis Maikes Mutter, Martina Kremer, sie im Amt beerbte. Nach dem im Sommer abgeschlossenen Fachabitur am CJD Königswinter, plant die Weinprinzessin ein FSJ zu absolvieren. Die Vorliebe für einen lieblichen Weißwein teilt die Linzer Weinkönigin ebenso mit Anika wie die Leidenschaft für den Karneval.

Sonne zum Winzerfestzug

„Maikes Mutter ist jetzt Obermöhn, während ihr Stiefvater Paul unsere noch amtierende Tollität ist“, so Reuter. Bereits 2014, also mit 15 Jahren, habe sich die angehende Kauffrau für Büromanagement als Weinkönigin für 2017/2018 beworben. Der Grund liegt auf der Hand: „Vor genau 30 Jahren war meine Mama hier Weinkönigin, von der ich auch den Weinspruch übernommen habe“, verriet Maike, bevor sie mit Faust den Eröffnungswalzer tanzte.

„Es regnet nicht. Das ist doch schon mal gut“, kommentierte Reuter die besorgten Blicke einiger Weinfestbesucher gen Himmel. So viel Glück hatten die Linzer am Samstag dann nicht durchgehend. „Hauptsache, am Sonntag bleibt es trocken, wenn unser Winzerfestzug nachmittags mit den Weinköniginnen aus der Region und meinen Linzer Vorgängerinnen vom Weindorf aus durch die Altstadt zum Neutor und bis zur Fähre zieht“, so Maike. Und ihr Wunsch blieb nicht unerhört: Pünktlich zum Festzug blinzelte dann sogar die Sonne durch die Wolken hindurch.