Zwei Tage Feierstimmung: Besucher strömen zum Parkfest in Rheinbreitbach

Zwei Tage Feierstimmung : Besucher strömen zum Parkfest in Rheinbreitbach

Mit viel Musik, einem bunten Programm und einem Flohmarkt für Groß und Klein feierten die Rheinbreitbacher am Wochenende die 39. Auflage des Parkfests an der Oberen Burg.

„Schön, dass so viele Gäste schon so früh hier in den Park der Oberen Burg gekommen sind“, sagte am späten Samstagnachmittag Christopher Mrohß, der neue Vorsitzende des Fördervereins der Rheinbreitbacher Ortsvereine, sichtlich zufrieden.

Gemeinsam mit Bürgermeister Roland Thelen und den Vorsitzenden der Ortsvereinen hatte er die Gäste zum Musikpavillon zum Fassanstich und damit zur offiziellen Eröffnung des 39. Parkfests in Rheinbreitbach gebeten. Dabei tat sich der neue Ortschef trotz der moralischen Unterstützung der Beigeordneten Susanne Ahrends ziemlich schwer, den Kunststoffhahn mit dem kleinen Schlosserhammer in das Gebinde zu treiben, bis er als Hobby-Köbes die ersten Freibiere zapfen und unters Volk bringen konnte.

„Der übrige Gerstensaft geht wie immer an die Burgbläser“, gab Mrohß die Devise aus. Schließlich hatten die Burgbläser bereits ab dem Nachmittag zum Fest aufgespielt. Eine Schweigeminute widmeten die Besucher deren Dirigenten Hansgünther Schröder, der Anfang des Monats verstorben war. Es wäre in seinem Sinne, dass die Burgbläser trotz ihrer Trauer beim Parkfest auftreten, hatte auch der Vorsitzende der Bläser, Martin Dahmen, erklärt.

„Hansgünther hat unseren Stil in den vergangenen neun Jahren maßgeblich mitgeprägt und uns weit über die Grenzen von Rheinbreitbach hinaus bekannt gemacht“, sagte er. „Mit seinen witzig-mitreißenden und mit fundierten Kenntnissen untermauerten Moderationen hat er bei unseren Auftritten für Stimmung gesorgt. Hansgünther mag zwar verstummt sein, die Erinnerung an ihn und seine Musik wird aber noch lange in unserer Erinnerung lebendig bleiben.“ Ihm zu Ehren stimmten die Musiker dann unter Leitung von Schröders Nachfolgerin Jenny Menden den Eric Clapton-Klassiker „Tears in heaven“ an.

Dicke Regentropfen waren zu Beginn des Parkfests vom Himmel gefallen. Windböen trieben die Regenschauer sogar bis unter die sechs ausladenden Schirme, unter denen die erste Gäste Schutz gesucht hatten. „Ausgerechnet beim Start unseres Festes ist der August seinem Beinamen als goldener Monat nicht gerecht geworden“, so Mrohß. Doch es sollte nicht lange dauern, bis sich das Wetter am Abend wieder stabilisierte.

Fahnenschwenker und Wipfelstürmer

So konnten die Fähnriche des Junggesellenvereins, Nico Rechmann und Kai Thieme, im Trockenen vor dem Musikpavillon zum Fahnenschwenken antreten. Deren Darbietungen hätte die erst neunjährige Helene aus höchster Höhe vom Südeingang des Parks aus genießen können, wenn sie sich nicht mit Hilfe erfahrener Kletterer vom Waldpädagogikzentrum in Kommern gerade abgeseilt hätte. Als erster „Wipfelstürmer“, hatte sie mithilfe sogenannter „Monkeys“ – mit Gurten an dem alten Nadelbaum befestigten Klettergriffen – sowie gestützt durch die vorhandenen Äste die acht Meter bis hinauf zur Krone des Baums bewältigt.

Nicht ganz so hoch hinaus ging es auf dem von den jungen Parkfestgästen umlagerten Bungee-Trampolin, von dessen vier Sprungfeldern aus die Mutigsten immer wieder waghalsige Sprünge zeigten. „Nach Hause, nach Hause geh’n wir nicht, bis dass der Tag anbricht!“, versicherten die Burgbläser, die wenig später von der „B.and M“ um die Linzer Ralph Müllenschläder und Miriam Brackelsberg abgelöst wurden. Wer sich an dieses Motto gehalten hatte, wurde am nächsten Morgen Zeuge, wie kleine und große Flohmarkthändler auf der Schulstraße ihre Stände aufbauten, die lange vor dem offiziellen Beginn jede Menge Schnäppchenjäger anlockten.

Nach mehr oder weniger erfolgreichem Beutezug konnten sie dann bei der „Burggarde“ mit belegten Brötchen und Kaffee die Grundlage für einen weiteren Parkfest-Tag schaffen. „Das gute Miteinander der Ortsvereine und die gegenseitige Unterstützung ist die beste Basis für so ein schönes Fest, an dem nahezu alle Dorfbewohner teilnehmen“, so Thelen zufrieden.