Blütenkorso beim Weinfest: Beim Weinfest war Europa in Erpel zu Gast

Blütenkorso beim Weinfest : Beim Weinfest war Europa in Erpel zu Gast

Blumengeschmückte Wagen, strahlende Teilnehmer und gut gelaunte Zuschauer: Der Blütenkorso zog als Höhepunkt des Weinfestes durch Erpel.

„Willkommen am romantischen Mittelrhein – Burgen und Schlösser laden zum Träumen ein“, lautet die erste Zeile des Weinspruchs von Verena I., und wirklich traumhaft waren die Motivwagen des Erpeler Blütenkorsos. „Ganz Europa zu Gast am romantischen Mittelrhein“, lautete das Motto des traditionellen Umzugs. In der Alten und Freien Herrlichkeit war Europa zu Gast, um am Fuße der Erpeler Ley vier Tage lang Weinfest zu feiern.

Mit den Sätzen: „Weinfest in Erpel, wie zauberhaft, magisch schmeckt der Rebensaft. Drum stoßt mit mir an, wir feiern das Leben, fangt ein die Magie der goldenen Reben!“, startete Weinkönigin Verena I. in Begleitung ihrer Weinprinzessinnen Celina Lenz und Hannah Roos in den dritten Tag des Traditionsfestes.

Der Königinnenvater spielte den Bacchus

Mit dabei: Der Vater der Weinkönigin, Andreas Schwager. Er war wie in den acht Jahren zuvor in die Rolle des Weingottes Bacchus geschlüpft. Ihn umrahmten Verenas Schwester und Ex-Mittelrhein-Weinkönigin Daniela sowie Julia Sterzenbach als Bacchantinnen.

„Wir denken jedes Jahr, dass es keine Steigerung mehr geben kann und werden immer wieder aufs Neue von unserem Wagenbauteam und den Blütensteckern überrascht“, schwärmte Bürgermeisterin Cilly Adenauer über das Erpeler Blütenmeer. Sie hatte am Samstagabend die Wagenbauhalle besucht.

Angeführt wurde der Festzug am Sonntag von Göttervater Zeus – ein Stier aus weißen Dahlien. Er entführte die phönizische Königstochter Europa nach Kreta, wobei die beiden von verschiedenen Symbolen wie dem Eiffelturm oder den Athener Eulen umgeben wurden. Als „Kinder Europas“ mit der EU-Fahne bekleidet, hießen die Kleinsten aus dem „Regenbogenland“ die begeisterten Weinfestgäste willkommen, die zu Hunderten die Straßenränder säumten.

Spanien schickte Flamencotänzerinnen

Big Ben, ein Dudelsack aus Schottland und ein Kobold von der grünen Insel Irland waren zu sichten. Die Niederlande wurden durch eine Windmühle vertreten. In feurige Spanierinnen hatten sich die Möhnen verwandelt, die dem Motivwagen folgten, auf dem sie ihren Fächer neben dem riesigen Flamencohut abgelegt hatten.

Aus Italien war der schiefe Turm von Pisa an den Rhein geholt worden. In die ungarische Puszta mit Gänsen entführte der nächste Motivwagen, dem „Sonnenblumen“ folgten, in die sich die Schüler des zweiten Schuljahrs verwandelt hatten, während die Drittklässler als „Eisblumen“ die skandinavischen Länder ankündigten.

Sieben Musik- und etliche Fußgruppen, darunter auch „Der neue Jahrgang“ der Grundschule als grüne und blaue Trauben sowie zehn Motivwagen mit den Jubiläumsweinköniginnen Brunhilde Brennecke (1968) und Diana Elser (1993) hatte Verena I., in einer mächtigen Krone thronend, vorbeiziehen lassen.

Dann signalisierte ihr Bacchus, der in seinem burgunderroten römischen Streitwagen stand, dass auch sie sich mit ihren Weinprinzessinnen Celina und Hannah auf den Weg machen konnte. Dieser führte über den Marktplatz in Richtung Brückentürme, an denen der Blütenkorso auf die abgesperrte Bundesstraße einbog. Vorbei an der Fähre „Nixe“ und am Fronhof ging es zur nördlichen Ortseinfahrt wieder ins Weindorf, in dem bei spätsommerlichen Temperaturen bis in die späten Abendstunden gefeiert wurde.