Rheinbreitbacher Zug

Jecke strahlten mit der Sonne um die Wette

Knallrot mit weißen Punkten: Als freundliche Fliegenpilz- Gruppe zogen die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins durch Rheinbreitbach.

RHEINBREITBACH. Felix I. und Paula I. genossen es sichtlich: Das Kinderprinzenpaar ließ gestern von seinem Burg-Prunkwagen Kamelle auf die Jecken niederprasseln, die ihnen von den Straßenrändern aus bei strahlendem Sonnenschein zujubelten. Als Helfer an der Seite der Tollitäten: die Pagen Jenny und Etienne und die Klassenkameraden der Mini-Narrenherrscher aus der 4 b, allesamt im Clownkostüm.

Angeführt wurde der Zoch von kleinen und großen Meerjungfrauen und Wassermännern. Appetitlich: die Fliegenpilze des Obst- und Gartenbauvereins. Niedliche Mäuse aus dem Maria-Magdalena-Kindergarten genossen den Sonnenschein ebenso wie der Männergesangverein, der gut gelaunt "Lustig ist das Zigeunerleben" schmetterte, verstärkt durch den Kirchenchor.

Der wiederum hielt die Sänger davon ab, sich in dem fahrenden Western-Saloon von den Bardamen der Straßenmöhnen verwöhnen zu lassen. Auf deren Verführungskünste waren die Spieler des SV Rot-Weiß gar nicht angewiesen, denn in Batman- und Superman-Kostümen hatten sie jede Menge weibliche Fans.

"Beim SV werden Helden geboren!" ließen sie ihr Publikum wissen. "Nicht CDU oder SPD verdienen Ihre Stimme bei den Kommunalwahlen im Mai, sondern nur der JGV" warben die Junggesellen, die mit Kai Stauf auch gleich einen würdigen Bürgermeisterkandidaten präsentierten.

[kein Linktext vorhanden]Hart ins Gericht gingen die Rheinschiffer vom Bürgerverein mit dem Gemeinderat, der immer noch nicht den seit Jahren geplanten Bootsanleger realisiert hat. So trieben die Schiffer haltlos durch die Straßen. Dagegen wollten die Pfadfinder nichts dem Zufall überlassen.

Als Bauarbeiter wollten sie selbst Hand anlegen an der brachliegenden Jugendarbeit im Ort. Rosarote Tanzhasen schickte der Stammtisch "Mer losse et kraache" im Zug ins Rennen. "Mama und Papa Afrika" von der Breitbacher Rotte tanzten um ihre Sansi-Bar. "Tolle Stimmung im ganzen Ort und vor allem bei den Zugteilnehmern selber", stellte der KG-Vorsitzende Martin Rudolf fest.

Er thronte hoch oben auf dem Prunkwagen, auf den er potenziellen Narren-Nachwuchs eingeladen hatte. Auf eigenen Antrieb nach Rheinbreitbach gekommen war dagegen die KG Unkel mit ihrer Prinzessin Lena I., den Majoretten und dem Bläserkorps. "Wir sehen uns alle gleich bei der After-Zoch-Party, und etliche von uns sind auch beim Rosenmontagszug in Unkel", versprach Martin Rudolf.