Soziales: Kreis Ahrweiler gibt 15 Millionen Euro für Kitas aus

Soziales : Kreis Ahrweiler gibt 15 Millionen Euro für Kitas aus

Der Landrat Jürgen Pföhler verspricht: Die Förderung der Kindertagesstätten ist und bleibt ein politischer Schwerpunkt in 2018. Dafür sollen 15 Millionen Euro fließen.

Der Kreis Ahrweiler lässt sich die Betreuung von Kindern in Kindergärten einiges kosten. Landrat Jürgen Pföhler und die Kreisverwaltung legten nun eine Übersicht vor. Danach bildet die Förderung der Kindertagesstätten auch in diesem Jahr einen politischen Schwerpunkt des Kreises Ahrweiler.

Für das laufende Jahr sieht der Kreishaushalt immerhin 15 Millionen Euro vor, die an die Kita-Träger – meist Städte, Gemeinden und Kirchen – der insgesamt 67 Einrichtungen fließen sollen. „In den Tagesstätten stehen zurzeit 4900 Betreuungsplätze zur Verfügung“, berichtete der Landrat.

Bei den 15 Millionen Euro handelt sich um Geld für Personal und Baukosten. Die Kreiszuschüsse für die Erziehungsfachkräfte sind allein mit rund 14 Millionen Euro veranschlagt. Bei den Baukosten geht es meist um Erweiterungen und Sanierungen der Gebäude sowie um neue Ausstattungen unter anderem für Ganztagsplätze sowie für Plätze für Kinder unter drei Jahren (U3-Angebot), führte die Kreisverwaltung aus.

Neben dem U3-Angebot rücke die Ganztagsbetreuung weiter in den Fokus, hieß es aus dem Kreishaus. Wie berichtet, hat der Kreistag für den Ausbau der ganztägigen Betreuung 360.000 Euro freigegeben. Ferner wurde die Erhöhung der Ganztagsplatz-Höchstquote von 40 auf 50 Prozent beschlossen, die seit Januar umgesetzt werden kann. Demnach dürfen in den Kommunen bis zu 50 Prozent der gesamten Plätze als Ganztagsplätze ausgewiesen werden, wobei diese Quote nicht ausgeschöpft werden muss.

Bereits erste Anträge gestellt

Die ersten Träger haben nach Angaben der Kreisverwaltung bereits Anträge gestellt. Spitzenreiter bei der Ganztagsbetreuung ist die Verbandsgemeinde Adenau mit einer Ganztagsplatzquote von 50 Prozent, gefolgt von der Verbandsgemeinde Altenahr mit 46 Prozent.

Seit Einführung des bundesweiten Rechtsanspruchs auf Kindertagesbetreuung für einjährige Kinder im Jahr 2013 wurden im Kreisgebiet 511 solcher Plätze für die Kleinsten neu geschaffen, berichte der Kreis. Die aktuelle Gesamtzahl liegt bei 1352. Die meisten entstanden in Remagen, nämlich 113 neue U3-Plätze.

Neben der Erweiterung und dem Umbau bestehender Einrichtungen, etwa der Katholischen Kindertagesstätte in Kripp, wurden zwei neue Kitas eröffnet: die fünfgruppige Tagesstätte „Goethe-Knirpse“ in der Kernstadt sowie die zweigruppige Kita „Oedinger Höhenzwerge“ im Stadtteil Oedingen.

„Weitere Kommunen machen sich ebenfalls stark für den Ausbau der U3-Betreuung“, so Pföhler. Zusätzliche Plätze für die Jüngsten seien kreisweit entstanden. Bei der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz für Zweijährige seit 2010 seien vielerorts die räumlichen Kapazitäten für die zusätzlichen U3-Plätze ausgeschöpft. Folglich seien Umbauten und Erweiterungsbaumaßnahmen erforderlich gewesen.

Beispiele sind der Erweiterungsbau an der Städtischen Kita „Storchennest“ in Sinzig um drei zusätzliche Krippengruppen, der Umbau der ehemaligen Hauptschule in Bad Breisig für die Städtische Kita „Sonnenschein“, die heute mit acht Gruppen die größte Betreuungseinrichtung im Kreisgebiet darstellt oder der Kita-Ausbau im Mehrgenerationen-Haus in Bad Neuenahr mit vier zusätzlichen U3-Gruppen.

Die U3-Maßnahmen umfassen nach Auskunft der Kreisbehörde seit 2013 ein Investitionsvolumen von kreisweit 50 Millionen Euro. Die Finanzierung bezeichnet Landrat Pföhler als„starke Gemeinschaftsleistung“. Geschultert werden die Maßnahmen in der Regel von den Trägern, den Kommunen, dem Kreis Ahrweiler und dem Land. Der Kreis habe sich seit 2013 mit 3,8 Millionen Euro am U3-Ausbau und mit zwei Millionen Euro an Sanierungen von bestehenden Tagesstätten beteiligt, teilte der Landrat mit.