Gebäude gesperrt: Konzerthalle im Kurpark in Bad Neuenahr einsturzgefährdet

Gebäude gesperrt : Konzerthalle im Kurpark in Bad Neuenahr einsturzgefährdet

Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler hat am Mittwoch die Konzerthalle und die Konzertmuschel im Bad Neuenahrer Kurpark gesperrt. Wegen Einsturzgefahr sei ein weiterer Betrieb nicht zu verantworten.

Das war nach den ersten Begehungen von Experten und Gutachten zu befürchten: Die Große Konzerthalle und die Konzertmuschel im Bad Neuenahrer Kurpark müssen sofort gesperrt werden. Und das „bis auf Weiteres“. Dies teilte die Stadtverwaltung am späten Mittwochnachmittag mit. Grund für die Entscheidung sind erste Ergebnisse eines neuerlichen statischen Gutachtens. „Demnach ist der Beton der alten Deckenkonstruktion inzwischen so korrodiert, dass ein erforderliches Sicherheitsniveau nicht mehr erreicht werden kann“, sagte Herbert Wiemer, Abteilungsleiter für das städtische Gebäude- und Grundstücksmanagement.

Im Rahmen der Neugestaltung der Kurparkliegenschaften war die Stadt gehalten, zu prüfen, wie die Konzertmuschel und soweit möglich angrenzende Gebäudeteile als „Ankerpunkte“ erhalten bleiben und in eine Neubebauung integriert werden können. In diesem Zusammenhang sei nach Mitteilung der Stadtverwaltung deutlich geworden, dass in der Großen Konzerthalle in den 1970er Jahren für eine Akustikdecke nachträglich 399 Gipselemente mit einem Gewicht von insgesamt 2,39 Tonnen eingebaut und an der alten Deckenkonstruktion nicht fachgerecht befestigt wurden.

Diese Platten sorgen laut Gutachten bei der ohnehin geschwächten Decke für eine zusätzliche Belastung und sind zudem nicht ordnungsgemäß verankert, führte die Stadtverwaltung in ihrer Hiobsbotschaft aus.

Auch für die Betonplatte oberhalb der Konzertmuschel konnte dem neuen Gutachten zufolge eine erforderliche Festigkeit nicht mehr nachgewiesen werden. „In dieser Situation ist ein Weiterbetrieb der großen Konzerthalle und der Konzertmuschel nicht mehr zu verantworten“, so Wiemer. Die Stadt habe sich zur Sperrung entschließen müssen. Der Lesesaal und die Trinkhalle sollen hingegen jedoch weiterhin über den Wandelgang und die kleine Konzerthalle zugänglich bleiben.

Die Heilbad Gesellschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler arbeite nun intensiv daran, für anstehende Veranstaltungen Alternativen zu finden und werde die Gäste entsprechend informieren.

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