Bahnverkehr nach Bonn war beeinträchtigt: Weltkriegsbombe in Köln entschärft

Bahnverkehr nach Bonn war beeinträchtigt : Weltkriegsbombe in Köln entschärft

Am Dienstag wurde in Köln eine Weltkriegsbombe gefunden. Diese konnte um 16 Uhr entschärft werden. Mehrere Tausend Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. National Express hat einen Taxinotverkehr eingerichtet.

Bei Sondierungsarbeiten auf einer städtischen Fläche in der Geisbergstraße in Köln-Klettenberg wurde am Dienstag ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Gegenüber eines Spielplatzes sollen demnächst Häuser abgerissen werden, und bei Vorarbeiten sei die Bombe mit einem Langzeitzünder gefunden worden, sagte eine Sprecherin der Stadt. Nach jetzigem Stand habe keine unmittelbare Gefahr für spielende Kinder bestanden, da die Bombe unter der Erde lag.

Um 16.17 Uhr gab die Stadt Köln Entwarnung, nachdem die Fliegerbombe entschärft wurde. Der Kampfmittelräumdienst konnte den Langzeitzünder der englischen Bombe unschädlich machen. Wie die Stadt Köln auf ihrer Homepage mitteilte, handelte es sich um eine englische Fünf-Zentner-Bombe. Sie liege auf einem Spielplatz gegenüber der Hausnummer 51a. Der Detonator der Bombe muss demnach noch separat gesprengt werden, sodass ein kleiner Knall zu hören sein wird.

Für die Entschärfung mussten rund 2800 Anwohner in einem Umkreis von 500 Metern evakuiert werden. Dafür wurde eine Anlaufstelle in der Katholischen Grundschule Lohrbergstraße 46 eingerichtet. Dort waren auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsdienstes der Stadt Köln im Einsatz und versorgten die Evakuierten mit Getränken.

Auch rund 130 Bewohner eines Altenheims in der Karl-Begas-Straße waren betroffen, 30 bis 40 von ihnen mussten liegend in eine Partnereinrichtung transportiert werden.

Die Entschärfung der Bombe betraf auch den Bahnverkehr: Die Zugstrecke zwischen dem Kölner Hauptbahnhof und Bonn-Mehlem sei laut "National Express" für die Züge des Unternehmens gesperrt gewesen. Daher wurde ein Taxinotverkehr mit fünf Taxen ab dem Breslauer Platz ab 14.45 Uhr eingerichtet, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt. Demnach wurden die Halte Köln West, Köln Süd, Hürth-Kalscheuren, Brühl, Sechtem, Roisdorf, Bonn Hbf, Bonn-UN Campus und Bonn-Bad Godesberg nicht angefahren. Vom Bahnhof in Bonn-Mehlem fuhren Taxis zwischen allen Haltestellen bis Köln Hbf. Nach der Freigabe der Strecke fuhr das letzte Taxi um 16.15 Uhr, wie ein Pressesprecher von "National Express" auf Anfrage des GA mitteilte.

Laut einem Sprecher der Deutschen Bahn waren von der angekündigten Sperrung alle Züge des Regional- und Fernverkehrs betroffen. Züge auf der linksrheinischen Seite wurden während der Sperrung entweder komplett angehalten oder teilweise über die rechtsrheinische Seite umgeleitet. Nach der Freigabe der Strecke kann es im Nachgang noch zu Verzögerungen von 20 bis 30 Minuten kommen.

Wegen Informationen zu Verkehrsbehinderungen wird gebeten, sich zusätzlich bei Radio Köln, und dem WDR sowie online bei den Kölner-Verkehrs-Betrieben (KVB) und weiteren Verkehrsunternehmen zu informieren.

(mit Material von dpa)