Bericht des Magazins Westpol: WDR berichtet über Brandschutzmängel am Flughafen Köln/Bonn

Bericht des Magazins Westpol : WDR berichtet über Brandschutzmängel am Flughafen Köln/Bonn

Die Brandschutzanlagen am Flughafen Köln/Bonn sollen einem WDR-Bericht nach in einem desolaten Zustand sein. Der beurlaubte Airport-Chef Michael Garvens weist die Vorwürfe zurück.

Der Köln/Bonner Flughafen kommt nicht aus den Schlagzeilen heraus: Am Sonntag berichtete der WDR, dass es am Terminal 1 offenbar gravierende Brandschutzmängel gibt. Der Sender zitierte aus Dokumenten und Brandschutzberichten des Unternehmens, darunter einem Protokoll vom August, nach dem die Anlagen im Terminal 1 zum Teil in einem „desolaten und veralteten Zustand“ seien.

Experten, die der Flughafen beauftragt hatte, fürchteten laut WDR, dass es bei einem Brand zu einer Rauchausbreitung kommen könne, weil es mangelhafte Brandschutzklappen gäbe und Durchbrüche in Decken und Wänden nicht fachgerecht verschlossen worden seien. Zudem seien alte Kabel und Leitungen nicht entfernt worden und im Brandfall ein Risiko. Offenbar, so der WDR, seien Mängel über Jahre nicht behoben worden. Auch sei zu wenig Geld in Wartung und Instandhaltung investiert worden.

In dem für den Aufsichtsrat erstellten Prüfbericht einer Rechtsanwaltskanzlei und einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, über den der GA in der vorigen Woche berichtet hatte, war bereits zu lesen: „Es besteht der Verdacht, dass der Brandschutz eklatante Mängel aufweist und erforderliche Investitionen nicht getätigt wurden.“

Der WDR berichtete weiter, dass sich der Flughafen Köln/Bonn mit Verweis auf laufende Ermittlungen nicht äußern wollte. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt gegen den beurlaubten Flughafen-Geschäftsführer Michael Garvens wegen des Anfangsverdachts der Untreue. Garvens selbst hatte in der vorigen Woche in einer Stellungnahme seiner Anwälte jegliche Vorwürfe zurückgewiesen. Unter anderem erklärte er, der Aufsichtsrat habe jedes Jahr einen detaillierten Brandschutzbericht erhalten. Die Sicherheit für Leib und Leben sowohl für Passagiere als auch für Mitarbeiter sei nicht gefährdet.

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