Geschäft nach Weihnachten: Vorgebirge und Voreifel lösen Gutscheine ein

Geschäft nach Weihnachten : Vorgebirge und Voreifel lösen Gutscheine ein

Egal, ob Bornheim, Meckenheim oder Rheinbach: Die meisten Menschen waren in diesem Jahr mit ihren Geschenken zufrieden. Nur wenige Kunden tauschen ihre Geschenke um.

Auch dem Christkind unterlaufen mal Fehler: Der Pullover ist zu groß, der Schal zu wild gemustert, und das Buch steht bereits im Regal. Wer zu Weihnachten das falsche Geschenk bekommen hat, macht sich meist „zwischen den Jahren“ auf den Weg, es umzutauschen.

In Bornheim allerdings scheinen die Beschenkten zufrieden mit dem gewesen zu sein, was für sie unter dem Tannenbaum lag: Nur vereinzelt brachten Kunden die Ware zurück ins Geschäft.

Wolfgang Blumenthal, Inhaber des Modehauses Blumenthal an der Königstraße, hatte nur einen einzigen Umtausch zu verzeichnen. „Bei uns kaufen oft Töchter für ihre Mütter ein. Da scheinen Größe und Geschmack bekannt zu sein“, meint der Inhaber, der mit dem Weihnachtsgeschäft insgesamt zufrieden war. „Nach schleppendem Beginn ist es vor Weihnachten besser geworden.“

Auch Beatrix Roddau vom Modegeschäft Bärenstark berichtet von einem zufriedenstellenden Weihnachtsgeschäft. Jetzt, kurz nach dem Fest, hatte sie noch keinen umtauschwilligen Kunden im Laden. „Accessoires wie Tücher, Gürtel oder Modeschmuck laufen vor Weihnachten besonders gut.“ Oft und gerne würden allerdings auch Gutscheine verschenkt „Davon sind bereits einige eingelöst worden.“

Sehr beliebt sind Gutscheine vor Weihnachten ebenso in der Bornheimer Bücherstube. „Dann können die Kunden selbst in aller Ruhe stöbern“, so Christiane Petersen, die im Geschäft von Inhaberin Angelika Morell als Aushilfe tätig ist. „Neben der vorhandenen Auswahl an Lesestoff kann selbstverständlich auch jedes Buch zum nächsten Tag bestellt werden.“ Umgetauscht worden sei nach Weihnachten noch nichts.

Und auch in der Parfümerie Vollmer war laut Filialleitung lediglich ein einziger Umtausch zu verzeichnen. Dass nur wenig umgetauscht wird, kann Hans Alberts, Geschäftsleiter des Möbelhauses Porta im Gewerbegebiet Bornheim Süd, bestätigen. Alberts: „Anscheinend ist es so, dass sehr genau besprochen wird, was gewünscht ist.“

Gerne würden „zwischen den Jahren“ die Gutscheine, die zu Weihnachten verschenkt worden seien, eingelöst, ist seine Erfahrung. Während das Möbelgeschäft im Dezember erfahrungsgemäß schleppend laufe, und eher Haushaltswaren und Dekorationsartikel im Fokus stünden, sei die Nachfrage nach Möbeln zwischen Weihnachten und Neujahr sehr groß. Denn: „Da haben die Kunden Zeit, sich in Ruhe umzuschauen und sich beraten zu lassen.“

Rundum zufrieden scheinen die Beschenkten aber nicht nur im Vorgebirge, sondern auch in der Voreifel zu sein, wie eine stichprobenartige Umfrage des General-Anzeigers in Meckenheim und Rheinbach ergab. „Bei uns war bis jetzt noch kein einziger Umtausch“, sagte Johanna Hass von Elektro Hass in der Meckenheimer Altstadt. „Das liegt wahrscheinlich aber daran, dass wir intensiv beraten und bei Unklarheiten eher zu einem Gutschein raten.“ Annette Schö-Eisenbarth von Lederwaren Schö, ebenfalls ansässig in Meckenheims Altstadt, berichtet von Ähnlichem. „Wir haben noch nie viele Umtausche gehabt, was uns zwar jedes Jahr etwas überrascht. Aber wir führen das auf unsere gute Beratung zurück.“

Auch Einzelhändler in der Modebranche äußerten sich so. Laut Ruth Gelbe von Moden Gelbe in Rheinbach habe es in den Tagen nach Weihnachten in ihrem Fachgeschäft insgesamt nur zwei Umtausche gegeben. Dies unterstrich Paul Nelles von HMN Herrenmoden mit Nelles, wo es ebenfalls lediglich zwei Umtausche gegeben hat. Wie Ruth Gelbe und die Meckenheimer Kollegen führte er diese geringe Zahl von Umtauschen auf die „gute Beratung beim Verkauf“ zurück.

Im Schmuckbereich allerdings sei „es normal, dass die Kunden nach den Feiertagen zum Umtauschen kommen“, meinte Birgit Brand vom „Rheinbacher Schmuckstück“. Das habe ebenfalls mit guter Beratung zu tun: „Ich rate den Kunden immer, auch beim kleinsten Zweifel zu kommen und diesen auszuräumen. Denn egal, ob es sich um ein teures oder weniger teures Schmuckstück handelt, es ist einfach zu schade, wenn es nur herumliegt und nicht getragen wird.“

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