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Polizei zeigt starke Präsenz: Versammlungen in Köln bleiben friedlich

Polizei zeigt starke Präsenz : Versammlungen in Köln bleiben friedlich

50 rechte Demonstranten versammelten sich am Dienstagabend hinter dem Kölner Hauptbahnhof. Dort wurden sie bereits von 400 Gegendemonstranten erwartet. Die Versammlungen blieben friedlich.

Rund 80 rechte Demonstranten haben sich am Dienstagabend unter dem Motto "Aufwachen Köln" nahe des Kölner Hauptbahnhofs versammelt. Das Bündnis "Begleitschutz Köln e.V." hatte zu einer Kundgebung auf dem Breslauer Platz aufgerufen. Nebenan hatten sich rund 600 Gegendemonstranten versammelt und forderten mit Transparenten dazu auf, "mit dem rassistischen Normalzustand zu brechen".

Auf Initiative der Gewerkschaft Verdi, "Köln gegen Rechts", der Antifa und von "Kein Veedel für Rassismus" hatten die Gegendemonstranten gegen die Kundgebung Stellung bezogen und skandierten lautstark gegen die Teilnehmer der Gegenseite. Dagegen konnten sich die Anhänger von "Begleitschutz Köln" kaum Gehör verschaffen und hielten nur vereinzelte Spruchbanner und -tafeln in die Luft.

Die Polizei zeigte dennoch bis zum Ende der Kundgebung starke Präsenz und hielt die beiden Lager mittels Polizeiabsperrung auseinander. Obwohl die Einsatzkräfte im Vorfeld "unfriedliche Aktionen" befürchtet hatten, blieben die Demonstrationen friedlich. Die Polizei Köln wurde durch verfügbare Kräfte aus anderen Polizeibehörden aus NRW unterstützt. Gegen 20 Uhr wurden die rechten Demonstranten mit Polizeieskorte vom Breslauer Platz geleitet.

Hintergrund der von "Begleitschutz Köln e.V." angemeldeten Kundgebung war der Vorfall in Chemnitz, bei dem am Sonntag ein 35-jähriger Mann ums Leben gekommen war. Die linke Veranstaltung wurde als Reaktion darauf angemeldet. Zwar hatte die Kölner Polizei ein Verbot der beiden Demonstrationen geprüft, dies sei aber trotz der Erfahrungen aus der Vergangenheit nicht infrage gekommen.