Kölsche Musik in Rheinbach: Todenfeld außer Rand und Band

Kölsche Musik in Rheinbach : Todenfeld außer Rand und Band

Der Junggesellenverein holt Brings, die Kalauer, die Räuber und Cat Ballou ins Festzelt. 2000 Besucher feiern die Bands.

Bereits in der sechsten Auflage hatten die „Junggesellen OhneDorf“ rund um Carsten Richard am Freitag eine kölsche Nacht auf die Beine gestellt. Die Namen der Bands waren Programm und gehören zur ersten Liga der Kölner Musikszene: Kalauer, Cat Ballou, Räuber und als Höhepunkt Brings.

Bereits im Vorfeld waren die rund 2000 Karten verkauft worden und gemeinsam mit rund 50 Helfern waren die Junggesellen eine Woche mit dem Aufbau des Zeltes und der Logistik vor Ort beschäftigt. Das sollte sich lohnen. Peter Brings zeigte sich voll des Lobes über den Verein: „Wir waren ja vor drei Jahren schon mal hier, das ist eine tolle Stimmung hier und für mich mit Lokalbezug zu Rheinbach und Wormersdorf ein Heimspiel.“

Zur tollen Atmosphäre trug vor allem das feierwütige Publikum bei, das im völlig überheizten Zelt gemeinsam mit den Bands den Abend rockte. Alt und Jung feierten gemeinsam. Und als die Räuber als letzte Zugabe „Wenn dat Trömmelche jeht“ intonierten, da schallte es aus 2000 Kehlen zurück „Kölle Alaaf“, freilich mit einer Begeisterung und einer Intensität, als hätte der 1. FC Köln gerade die Meisterschaft gewonnen. Das Zelt erbebte förmlich, und die gute Laune hielt auch während der Umbauphasen zwischen den Auftritten der Bands an.

DJ Andreas Kessel hatte die richtige Musik dabei, und bei Alpenrocker Andreas Gabalier ging die Zeit schnell vorbei. Brings als letzte Gruppe stürmte die Bühne. Glückselige, kölsche Stimmung bei „Halleluja“ und „Kölsche Jung“ und natürlich bei „Superjeilezick“. Das Publikum war mehr als textsicher und sang, klatschte und tanzte begeistert mit.

Begeistert von der tollen Stimmung zeigte sich Manfred Hofstede aus Rheinbach, der direkt mit einer ganzen Gruppe gekommen war und sich freute, die Bands so nahe und live erleben zu können. Dass da am Ende die Rufe nach Zugaben ertönen würden, war natürlich klar und Brings ließen sich dann auch nicht lange bitten. Toll gemacht von den Organisatoren, dass man dies auch bei den vorherigen Bands so einkalkuliert hatte, denn alle Acts fanden pünktlich statt.

Einziger Wermutstropfen am Rande: Carsten Richards kündigte eine Pause für das nächste Jahr an, um aber gleich klarzustellen, der Verein löse sich nicht etwa auf, aber es gebe ja dann Raum für entsprechende Jubiläen.

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