Konsequenzen aus den Übergriffen an Silvester: Stadt Köln plant Schutzzone rund um Kölner Dom

Konsequenzen aus den Übergriffen an Silvester : Stadt Köln plant Schutzzone rund um Kölner Dom

Die Stadt und die Polizei Köln wollen einem Zeitungsbericht zufolge rund um den Kölner Dom eine Schutzzone einrichten. Die Schutzzone soll bis zur Kölner Philharmonie und ans Rheinufer ausgedehnt werden.

Ein entsprechendes Ordnungs- und Sicherheitskonzept des Kölner Polizeipräsidenten Jürgen Mathies liege zurzeit Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) vor, berichtete der „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mittwochsausgabe). In der „Schutzzone Dom“ sollen demnach künftig das Abbrennen von Feuerwerkskörpern, übermäßiger Alkoholkonsum, Drogenkonsum, Wildpinkeln und -Campen, aktives Betteln und das Vermüllen des Areals nicht mehr toleriert und als Ordnungswidrigkeiten geahndet oder unterbunden werden.

Die „Schutzzone Dom“ soll nach Mathies' Vorstellung bis zur Kölner Philharmonie und ans Rheinufer ausgedehnt werden, wo sich eine rege Drogenszene festgesetzt hat. Parallel bereitet die Stadt dem Bericht zufolge zusammen mit der Polizei ein Sicherheitskonzept für die nächste Silvesternacht vor, um eine Häufung von Straftaten wie beim letzten Jahreswechsel zu verhindern. So soll etwa der Dom zum Schutz vor Feuerwerkskörpern weiträumig umzäunt werden.

Mathies sagte der Zeitung, Ziel seines Konzepts sei es, „dass sich die Menschen im Umfeld des Doms sicher und wohlfühlen“. Es gehe darum, urbanes Leben in seiner Buntheit zu ermöglichen, aber mit „klarer Linie gegen Störer“ vorzugehen. Oberbürgermeisterin Reker wollte keine Stellung zu den Plänen nehmen.

Dompropst Gerd Bachner, der Hausherr des Kölner Doms, zeigte sich „dankbar und hocherfreut, dass Stadt und Polizei das Problem jetzt grundsätzlich angehen“. Das sei auch bitter notwendig. „Wir haben eine großartige Kathedrale, die Besucher aus aller Welt anzieht. Aber mit ihrer Umgebung können wir uns bislang wirklich nicht gut sehen lassen“, sagte Bachner dem „Stadt-Anzeiger“.