Rheinspange: So sehen zwischen Godorf - Rheidt die verschiedenen Varianten aus

Planungswerkstatt Rheinspange : So sehen die verschiedenen Varianten zwischen Godorf und Rheidt aus

Die neue Rheinspange ist das derzeit größte Straßenneubauprojekt in NRW, mehrere hundert Millionen Euro wird es kosten. Erstmalig wurden der Öffentlichkeit die verschiedenen Varianten präsentiert, die über oder unter dem Rhein Realität werden könnten.

Die Rheinspange zwischen A555 und A59 ist das größte Straßenneubauprojekt in NRW. Für die rund zehn Kilometer lange Verbindung über oder unter dem Rhein sind 380 Millionen Euro veranschlagt. Erstmals konnte die Öffentlichkeit mögliche Verbindungen sehen, die sich aus Sicht des Landesbetriebs Straßen NRW "aufdrängen", so Willi Kolks, Abteilungsleiter bei Straßen NRW.

Im Norden könnte ein Anschluss in der Verlängerung der Kerkrader Straße in Godorf erfolgen. Rechtsrheinisch würde die Autobahn dann in einem Bogen zwischen Langel und Lülsdorf bis zur Anschlussstelle Köln-Lind führen. Diese Linie führt die planerische Bezeichnung W1.1.

Im Süden sind mehrere Varianten möglich: Zwei Varianten führen jeweils am nördlichen Ortsrand von Niederkassel-Rheidt einmal unterhalb (W4.1) und einmal oberhalb (W3.1.) der Nato-Rampe vorbei und dann linksrheinisch in einem leichten Bogen entweder unterhalb oder oberhalb des Sportplatzes in Bornheim-Widdig bis zur A555.

Variante W2.3. ist am unteren Rand von Niederkassel eingezeichnet und führt nördlich der Kläranlage über beziehungsweise unter den Rhein. Rechtsrheinisch würde sie lediglich einen kleinen nördlichen Zipfel von Urfeld betreffen. Variante W2.2. liegt südlich der Waldstraße in Niederkassel, W2.1. komplett nördlich von Niederkassel und damit außerhalb der Wohnbebauung. Beide Linien treffen sich linksrheinisch in dem Raum zwischen Urfeld und der Shell Rheinland Raffinerie Süd. Diese beiden Varianten würden rechtsrheinisch eine Anbindung an die L 269 bekommen.

Die geplante Rheinuferbahn Beuel-Niederkassel-Köln spielte bei der Planungswerkstatt am Samstag nur eine Nebenrolle, denn für die Schienenstrecken ist ein anderer Aufgabenträger zuständig. Mögliche Anschlüsse der Rheinspange und eine Erweiterung um Gleise für die Stadtbahn waren aber dennoch Thema in den Workshops.

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