E-Bikes im Linksrheinischen: Neue Abgabestellen für die E-Bikes

E-Bikes im Linksrheinischen : Neue Abgabestellen für die E-Bikes

Die Betreiber richten virtuelle Stationen zur Ausleihe und Rückgabe ein. Wer ein Rad nun "wild" abstellt, muss zahlen.

Das E-Bike-System im Linksrheinischen wird für die Nutzer flexibler. Wie berichtet, ist das Leihsystem der Gesellschaft Regionalverkehr Köln (RVK) und des Anbieters Nextbike vor einigen Wochen in Betrieb gegangen. Seitdem können Nutzer die Fahrräder an sieben festen Stationen in Alfter, Bornheim, Meckenheim, Rheinbach, Swisttal, Wachtberg und Weilerswist ausleihen und zurückgeben. Wie die RVK am Freitag nun mitteilte, werden neben den installierten sieben festen Stationen nun die sogenannten virtuellen Stationen eingerichtet.

An diesen Stationen befindet sich keine Verleihstation mit Bedienterminal und Fahrradständern. Nach RVK-Angaben sind die Orte in der App des Betreibers Nextbike per Markierung gekennzeichnet. Ergänzend dazu sollen sie mit Hinweisschildern versehen werden. Laut RVK handelt es sich um viel frequentierte Bereiche, an denen Nutzer ein E-Bike abstellen, regulär zurückgeben und auch wieder entleihen können.

Auch Stationen in Bonn

Solche virtuellen Stationen werden indes nicht nur im Linksrheinischen (siehe Kasten), sondern auch in Bonn eingerichtet – „zur Verbesserung der regionalen Mobilitätsalternativen zwischen Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis“, wie es in der Pressemitteilung der RVK weiter heißt. In der Bundesstadt wird es virtuelle RVK-E-Bike-Stationen am Kaiserplatz (Nähe Hauptbahnhof) sowie an den Bahnhöfen in Bad Godesberg und Mehlem geben. „Mit den virtuellen Stationen schaffen wir deutlich mehr Flexibilität für die Nutzer“, erklärte Christian Seul, Projektleiter bei der RVK. „Studenten der Alanus Hochschule in Alfter zum Beispiel können die Räder nun zwischen Bahnhaltestelle und Campus nutzen, in Bornheim, Meckenheim oder Rheinbach ist die Verbindung zwischen Bahnhof und Innenstadt möglich“, sagte er weiter.

Wird ein E-Bike an einer virtuellen Station abgestellt, erkennt das Fahrrad, dass es sich in dem definierten Kreis befindet und die Miete kann somit innerhalb dieses Radius regulär beendet werden. Sollte es dennoch technische Probleme geben, stünden Nutzern der Kundenservice von Nextbike telefonisch oder schriftlich zur Verfügung, hieß es von der RVK weiter.

20 Euro können fällig werden

Die Einrichtung der virtuellen Stationen war nach Angaben der Betreiber von Beginn an fest geplant, in den ersten Betriebswochen sei jedoch zunächst auch die freie Nutzung toleriert. Das „wilde“ Abstellen der Räder außerhalb der Stationen sei nicht mit einer Servicegebühr berechnet worden. Mit der Inbetriebnahme werden allerdings 20 Euro fällig, wenn Fahrräder außerhalb der festen oder virtuellen Stationen abgestellt werden.

Über Nacht können die E-Bikes allerdings bis vor die eigene Haustür mitgenommen werden. Hierfür gibt es nach RVK-Angaben zwischen 17 Uhr und 8 Uhr des Folgetages ein spezielles Tarifangebot. In diesem Zeitraum werden pauschal drei Euro beziehungsweise zwei Euro für VRS-Abonnenten berechnet. Am Zielort angekommen, kann das Rad durch den Befehl „Pausieren“ in der App und anschließendes Herunterdrücken des Hinterradschlosses abgestellt werden, so dass es am nächsten Morgen wieder zur Verfügung steht.