Gesundheitsamt rät zur Impfung: Mehrere Personen in Bonn an Masern erkrankt

Gesundheitsamt rät zur Impfung : Mehrere Personen in Bonn an Masern erkrankt

In Bonn gibt es erstmalig seit einem Jahr wieder mehrere Masernfälle. Das meldet das städtische Gesundheitsamt und rät dazu, Impfungen auffrischen zu lassen. Auch in Köln sind ungewöhnlich viele Personen erkrankt.

Mehrere Personen in Bonn sind in diesem Jahr bereits an Masern erkrankt. Dies gab das städtische Gesundheitsamt am Mittwoch in einer Pressemitteilung bekannt. Während im vergangenen Jahr keine Fälle registriert worden waren, sind derzeit vier Personen betroffen. Aus diesem Grund weist die Stadt eindringlich darauf hin, dass der Impfschutz ärztlich überprüft und gegebenenfalls aufgefrischt werden sollte.

Ungeschützte Personen könnten sich über Tröpfcheninfektion sehr leicht mit den Masern anstecken, wenn Infizierte in der Nähe seien. Das Tückische daran: Masern sind schon fünf Tage vor Auftreten des typischen Hautausschlags ansteckend und noch vier Tage danach. Masern beginnen in der Regel mit plötzlichem, hohem Fieber, Husten und Schnupfen. Innerhalb einiger Tage bildet sich dann im Gesicht und hinter den Ohren ein Ausschlag, der sich über den ganzen Körper ausbreitet.

Das Bonner Gesundheitsamt betont, dass die Masern keine harmlose Kinderkrankheit seien und zu ernsten Komplikationen führen können. Vor allem Erwachsenen, die keine Masernerkrankung durchgemacht haben, nur einmal oder gar nicht geimpft sind, wird dringend geraten, zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen durchführen zu lassen. Diese sind notwendig, um vollständig geschützt zu sein.

Indessen hat es auch in Köln in diesem Jahr bislang doppelt so viele Masernfälle gegeben wie im gleichen Zeitraum 2017. Laut dem städtischen Gesundheitsamt gingen seit Jahresbeginn 16 bestätigte Meldungen ein, allein sechs davon Anfang April. Sie beträfen sowohl Erwachsene als auch Kinder, bei denen die Masern ausgebrochen seien.

Die Masern zu eliminieren ist ein Ziel der Weltgesundheitsorganisation WHO. Hierzu ist nach Angaben der Organisation eine Impfquote von 95 Prozent für beide Dosen erforderlich. Die Impfquoten bei Schulanfängern für die Stadt Bonn für die vollständige Grundimmunisierung gegen Masern liegen laut Stadt aktuell bei 93,6 Prozent. Es sei anzunehmen, dass weiterhin ungenügende Impfquoten insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen bestehen.

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