Bei Montabaur: Mehr als 100 Tauben ungesichert transportiert

Bei Montabaur : Mehr als 100 Tauben ungesichert transportiert

Die Polizei hat einen Tiertransport in der Nähe von Montabaur gestoppt. Der Fahrer eines Kleinbusses mit Anhänger war zu schnell unterwegs - das war aber noch längst nicht alles.

Die Verkehrspolizei in Koblenz hat am späten Mittwochabend gegen 23 Uhr mehr als 100 Tauben aus einem Kleinbus mit Anhänger sichergestellt. Aufgefallen war das Fahrzeug, weil es mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Autobahn A3 in Höhe Montabaur unterwegs war.

Die Überprüfung auf dem Parkplatz der Tank- und Rastanlage Montabaur ergab, dass der Fahrer des in Südosteuropa zugelassenen Fahrzeugs zusammen mit mehreren Kartons und Käfigen voller Tauben im Fahrzeug saß. Sämtliche Kartons und Käfige waren laut Angaben der Polizei völlig ungesichert im Fahrzeug gestapelt.

Unterlagen für den Taubentransport fehlten

Der Fahrer konnte keine Eigentumsnachweise sowie die notwendigen tierärztlichen Unterlagen für den Tiertransport vorlegen. Da auch die notwendige Lizenz für den grenzüberschreitenden Gütertransport nicht erteilt war und am Fahrzeug erhebliche technische Mängel erkennbar waren, wurde die Weiterfahrt untersagt.

Die Tiere wurden aus Gründen der Vorbeugung von Seuchengefahren sichergestellt und übergangsweise in einem Tierheim untergebracht, wo sie zunächst in Quarantäne bleiben. Zudem ergab eine anschließende technische Prüfung, dass bei dem Fahrzeug gefährliche Mängel vorliegen. Die Kennzeichen sowie die Fahrzeugzulassungen wurden daher sichergestellt.

Gegen den Fahrer wurden mehrere Anzeigen wegen Verstößen gegen das Tiertransport- und Tierseuchenrecht , Fahrpersonalrecht, die Straßenverkehrsordnung und Straßenverkehrszulassungsordnung eingeleitet. Es wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 11.500 Euro angeordnet, die von dem Fahrer vor Ort bezahlt wurde.

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