Für den guten Zweck: Längste Vespa-Schlange der Welt in Wesseling gebildet

Für den guten Zweck : Längste Vespa-Schlange der Welt in Wesseling gebildet

An die 1000 Fahrer aus der Region, benachbarten Bundesländern und dem Ausland folgten der Aufforderung des veranstaltenden Clubs „Blechvespen“ Köln/Bonn und bildeten die erste und weltweit längste Vespa-Schlange für einen guten Zweck.

Langsam tuckerte eine Vespa nach der anderen am Sonntag vor den Mc Drive-Schalter an der Vorgebirgsstraße in Wesseling. Den Kaufpreis eines jeden Hamburgers verdoppelte das Fast-Food-Restaurant um die gleiche Summe. Das Geld geht ans Kinderhospiz Balthasar in Olpe, das im nächsten Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert. Um den großen Andrang zu bewerkstelligen, stockte das Restaurant nicht nur sein Personal auf, sondern verdreifachte auch den Bestand an Hamburgern.

Vorbereitung mehr als sechs Monate

Mehr als ein halbes Jahr lang hat das Organisationsteam um Alexander Berk das Event, das einem Volksfest glich, vorbereitet. Rund 20 Ordnungshüter regelten die Zufahrt. Security-Leute sorgten für die Sicherheit. Zahlreiche Besucher saßen oder standen am Straßenrand, lauschten den Klängen der Sambaband Katakirchi-Cologne und fachsimpelten mit dem einen oder anderen stolzen Roller-Besitzer.

Ein Team bot Rucksäcke mit Süßigkeiten, Gutscheinen und Warnwesten gegen Spenden an. Auch Adrian Harmansa ließ sich nicht lange bitten. Als Beifahrerin auf seiner PX 135 hatte der passionierte Vespa-Fahrer Tochter Greta mitgebracht. Für ihn war die Teilnahme selbstverständlich. „Die Aktion ist für eine gute Sache, und es ist einfach toll, wenn man ein Hospiz auf diese Weise unterstützen kann“, betonte der 41-Jährige. Nebenbei genoss er es, wenn er mit einem Gleichgesinnten über Technik reden konnte.

Das gefiel auch Joe Mautsch, der mit Leib und Seele Fahrzeuge vergangener Zeiten liebt. Besonders seine 25 Jahre alte PX 125. „Man spürt beim Fahren jede Bewegung. Und das ist auch gut so“, sagte der Kerpener.

5000 Euro Spenden

Felix und Antje Wicke reisten mit „Carmencita“, einer Vespa 200 E, Jahrgang 1980, und einem jüngeren Modell, einer GTS Super Sport 300, an. „Vespa ist einfach Kult. Ich habe die Carmencita bei uns im Wohnzimmer repariert. Wir sind heute zum ersten Mal dabei, weil uns der Anlass gefallen hat“, erklärte das Paar aus Köln, das mit dem Kauf zweier Rucksäcke eine großzügige Spende verbunden hat.

Mehr als 5000 Euro Spenden waren schon im Vorfeld bei den Organisatoren eingegangen. Weil die Aktion weltweit Premiere feierte, wollen die Organisatoren diese im „Alternative Book of World Records“ – der Alternative zum Guinnessbuch der Rekorde – eintragen lassen (wir berichteten).

Eine Wiederholung des Events wird es nicht geben. „Die Vorbereitung war mit wahnsinnig viel Arbeit verbunden. Aber es wird eine ähnliche Aktion geben“, sagte Peter Klinginger von den „Blechvespen“. Er war mehr als zufrieden mit der Resonanz, hatten nach dem Post auf der Internetplattform Facebook zunächst nur 500 Vespistis ihre Teilnahme zugesagt. 1000 hatten die Veranstaltung geliked – fast so viele sind auch gekommen. Manche hatten sich erst kurzfristig entschieden.

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