Kommentar zur Sanierung der L182: Längst überfällig

Kommentar zur Sanierung der L182 : Längst überfällig

15 Jahre dauerte es von der ersten Idee bis zu konkreten Plänen zur Sanierung der L182. Jetzt komme es auf die zügige Umsetzung an, findet GA-Redakteur Hans-Peter Fuß.

Geht doch, möchte man flapsig sagen, wenn denn die Absicht von Straßen NRW und den Politikern in der Region tatsächlich realisiert wird, die L182 zwischen Heimerzheim und Brenig von Grund auf zu sanieren. Allein am Geld könnte die Sache noch scheitern.

Seit 15 Jahren bemüht sich die regionale Politik um dieses Projekt, allen voran die frühere Landtagsabgeordnete Ilka von Boeselager. Die Pläne sind längst gezeichnet, auch Geld war stets vorhanden – aber die Mehrheit im Regionalrat setzte vor dem Hintergrund einer Vielzahl von wünschenswerten Verkehrsprojekten im Land Nordrhein-Westfalen andere Prioritäten.

Doch das ist Schnee von gestern. Was jetzt zählt, ist die zügige Realisierung der Maßnahme. Und da ist die Fantasie der Finanzpolitiker im Regionalrat gefragt. Lange genug ist die Sanierung der L182 ja auf die lange Bank geschoben worden. Jetzt dürfte sie endlich mal an der Reihe sein.

Das Projekt ist deshalb so dringlich, weil die L182 neben der B56 der wichtigste Zubringer aus dem Raum Swisttal/Euskirchen in den Bonner Raum ist. Täglich 11.500 Fahrzeuge, darunter 900 Lastwagen, haben die Ränder der Landstraße ganz schön ausgefranst. Um die Fahrsicherheit zu erhöhen, ist die Sanierung überfällig.

Während der Bauzeit wird sich der Verkehr auf andere Straßen verteilen. Wie sich während des ersten Bauabschnitts 2013 gezeigt hat, wird ein Großteil der Fahrzeuge durch die enge Rösberger Ortsdurchfahrt rollen. Dort könnte es besonders morgens im Berufsverkehr zu gefährlichen Situationen kommen, denn viele Kinder müssen die Ortsdurchfahrt auf ihrem Weg zur Grundschule überqueren. Dieses Problem sollten die Baustellenmanager im Blick haben.

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