Einbruchsstatistik im Linksrheinischen: Insgesamt weniger Einbrüche

Einbruchsstatistik im Linksrheinischen : Insgesamt weniger Einbrüche

Die Bonner Polizei zieht Bilanz für den linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis. Demnach dürfen sich die Bürger in Alfter, Rheinbach, Swisttal und Wachtberg freuen, denn dort nahm die Zahl der Einbrüche ab.

Die Polizeiinspektion 2 der Bonner Polizei ist zuständig für 280 000 Menschen in Bad Godesberg, dem Westen Bonns und dem linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis. 270 Schutzpolizisten tun dort ihren Dienst. Ulrich Sievers, Leiter der Kriminalinspektion 3, und Andreas Piastowski, Leiter der Inspektion 2, stellten am Mittwoch die Kriminalstatistik für das Jahr 2016 vor.

Insgesamt sei festzustellen, so die beiden Beamten, dass die Zahl der Gewaltdelikte zugenommen habe. Hingegen sei die Zahl der Einbrüche insgesamt rückläufig. Die Zahlen seien aber von Kommune zu Kommune unterschiedlich. Ein Überblick:

Alfter: 2016 wurden insgesamt 977 Delikte begangen, 52 weniger als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote stieg von 52,1 auf 56,9 Prozent. Mit 356 Diebstählen gab es 59 weniger als 2015. Die Zahl der schweren Körperverletzungen blieb mit 19 unverändert. Mit 55 waren 19 Einbrüche weniger zu verzeichnen als im Vorjahr. Davon konnten 23,6 Prozent aufgeklärt werden. Diese Quote führt die Polizei auch darauf zurück, dass die Fensterbohrerbande gefasst werden konnte, die für 100 Taten in der Region verantwortlich gemacht wird. Außerdem schnappte die Polizei eine albanische Bande, der 74 Einbrüche zur Last gelegt werden. „Nach den Festnahmen hatten wir erst mal Ruhe“, sagte Sievers.

Bornheim: Die Bornheimer Einbruchsstatistik wird wesentlich von zwei Tätern beeinflusst. Einer, er war Aushilfsbote bei der Post, konnte im April 2016 festgenommen werden. In einer einzigen Nacht verübte er in Hersel 40 Einbruchsversuche, einmal gelang ihm der Einstieg in ein Haus. Einem 57-Jährigen werden 24 Einbrüche in Bornheim vorgeworfen. Diese Zahlen erklären den starken Anstieg der Einbruchszahl in Bornheim von 145 auf 210 und die hohe Aufklärungsquote von 41 Prozent. An Rohheitsdelikten, dazu zählt in zunehmendem Maß häusliche Gewalt, waren 43 Fälle mehr zu verzeichnen, insgesamt 346. Die Zahl der Delikte im Bereich der Straßenkriminalität sank von 828 auf 781. Die Polizei konnte acht von 17 Raubdelikten aufklären. Wurden im Vorjahr noch 177 Fahrräder gestohlen, waren es 2016 „nur“ noch 165.

Meckenheim: Obwohl die Anzahl der Einbrüche in Meckenheim 2016 um 39 auf 124 gestiegen ist, bewertet die Polizei die Bilanz dort als „außergewöhnlich gut“. Und das deshalb, weil exakt die Hälfte der Taten, nämlich 72, zwei Frauen zugeordnet werden, die am 6. April 2016 bei einem Einbruchsversuch in Rheinbach auf frischer Tat gefasst wurden. Sie hatten die Taten von Januar bis März verübt, waren also in diesem kurzen Zeitraum sehr fleißig. Am 26. April fasste die Polizei einen 23-jährigen Meckenheimer und am 1. Juni einen 31-jährigen Marokkaner, denen einige Einbrüche vorgeworfen werden. Die Rohheitsdelikte stiegen um 13 auf 167. Es wurden acht Raubdelikte gezählt, wovon die Hälfte aufgeklärt werden konnte.

Rheinbach: In der Stadt Rheinbach gab es 70 Wohnungseinbrüche, acht weniger als 2015. Davon konnten nur zehn Prozent aufgeklärt werden. Auffällig ist die hohe Zahl der Tankbetrugsfälle. 30 Mal verschwanden Autofahrer von einer Tankstelle, ohne den Sprit zu bezahlen. An Raubdelikten waren fünf zu verzeichnen, zwei weniger als 2015.

Swisttal: Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist rückläufig. 2016 wurden 77 verzeichnet, 2015 waren es noch 96. Zehn Geschäftseinbrüche stehen in der Statistik. Rohheitsdelikte gab es 108, also 19 mehr als im Vorjahr. Wurde 2015 nur ein Raub gezählt, waren es 2016 gleich sechs. Die Zahl der Diebstähle an oder aus einem Auto blieb mit 43 in etwa gleich.

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