Kommentar zu Hundekot: Ignorante Mitmenschen

Kommentar zu Hundekot : Ignorante Mitmenschen

Liegen gelassene Hundehaufen sind ein ekliges Ärgernis. In fast allen Gemeinden werden uneinsichtige Besitzer zur Kasse gebeten. Doch leider werden Hund und Herrchen selten auf frischer Tat ertappt. Vielleicht hilft gegen die Ignoranz mancher Hundehalter nur, selbst Opfer einer "Tretmine" zu werden.

Wie in so vielen Fällen gilt auch bei den Hinterlassenschaften von Hunden das Verursacherprinzip. Wessen Hund den Kot in die Landschaft setzt, muss ihn auch entfernen. Das ist so einfach wie logisch. Menschen, die die Haufen ihres Vierbeiners einfach liegen lassen, begehen nicht nur eine Ordnungswidrigkeit. Ihr Verhalten ist ignorant gegenüber der Umwelt und den Mitmenschen.

Dieses Phänomen herrscht indes nicht nur bei Hundekot vor. Ebenso ignorant und verantwortungslos ist es, Müll einfach in der Landschaft zu hinterlassen oder gar bewusst abzuladen – wie es etwa am Bornheimer Rheinufer oder im Villewald oft passiert. Gegenüber dem Allgemeingut, wie es die Natur ja glücklicherweise größtenteils ist, scheint die Verantwortung von nicht wenigen Menschen gering bis gar nicht ausgeprägt zu sein – der Einstellung folgend: Mir gehören Wiesen und Wälder ja nicht, was kümmert es mich. Allerdings „gehört“ die Natur allen Menschen. Und deshalb ist jeder verpflichtet, sie sauber zu halten.

In Sachen Hundekot haben die Stadt Bornheim und die Gemeinde Alfter in der Tat wenig Möglichkeiten der Ahndung. Eigentlich geht dabei nichts ohne den Zufall. Daher haben auch exorbitante Bußgelder nur begrenzt Sinn. Was nützt es, 500 Euro Strafe für liegen gelassenen Hundekot zu erheben, wenn man so gut wie niemanden auf frischer Tat ertappt. Vermutlich ist das wirksamste Mittel dagegen, wenn Verursacher einmal selbst Opfer einer tierischen „Tretmine“ werden – getreu der sogenannten Goldenen Regel aus der praktischen Ethik. Oder einfacher ausgedrückt: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“

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