Suche nach verschwundenem Kind: Heike Makatsch ermittelt als Tatort-Kommissarin in Mainz

Suche nach verschwundenem Kind : Heike Makatsch ermittelt als Tatort-Kommissarin in Mainz

In ihrem zweiten Tatort ermittelt Heike Makatsch als Ellen Berlinger in Mainz. Die Geschichte wird für die Kommissarin im Verlauf der Handlung immer belastender, für den Zuschauer hingegen nicht richtig gut.

Das Verbrechen kennt keine Arbeitszeiten. Und so wird der attraktive Kindergärtner von Kommissarin Ellen Berlinger (Heike Makatsch) kurzerhand zum Babysitter umfunktioniert, als sie zum Einsatz muss. Der Fall führt sie durch die Straßen und über die Plätze der Stadt Mainz. Hatte Berlinger in ihrem ersten Tatort noch in Freiburg ermittelt, lebt sie mittlerweile in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt.

In dieser ist die 16-jährige Marie Blixen (Aniya Wendel) nach einem Schulfest spurlos verschwunden. Als schließlich eine Lösegeldforderung bei Maries wohlhabenden Eltern eingeht, glaubt Berlinger, dem Täter dicht auf den Fersen zu sein. Dem ist aber keineswegs so. Im Verlauf der Handlung wird der Fall immer unklarer – und für Berlinger zunehmend belastender, als auch der 13-jährige Jonas (Luis Kurecki), der Sohn ihrer Cousine, nicht auffindbar ist. Jonas ist hochintelligent, tut sich aber mit Sozialkontakten schwer. So intensiv sich die Figuren in der Tatort-Folge mit ihren Emotionen auseinandersetzen müssen, so wenig kommt davon beim Zuschauer an. Der Funke springt einfach nicht über, eine Beziehung zu den Figuren mag irgendwie nicht aufkommen. Dafür ist die Folge mit dem Titel "Zeit der Frösche" einfach zu sachlich-kühl inszeniert.

Eine Randerscheinung bleibt Berlingers Kollege Martin Rascher (Sebastian Blomberg). Von einem Ermittlerteam, das sich wunderbar ergänzt oder herrlich reibt, kann keine Rede sein. Vielleicht hätte es der Folge gut getan, wenn Rascher mehr als nur der übersensible Statist gewesen wäre. Ein Lichtblick ist Luis Kurecki, der seine Rolle großartig spielt.

ARD, Ostermontag, 20.15 Uhr.