Osterbilanz der Autobahnpolizei Köln: Falsche Polizisten erbeuten mehrere tausend Euro

Osterbilanz der Autobahnpolizei Köln : Falsche Polizisten erbeuten mehrere tausend Euro

Zwei "falsche Polizisten", die Touristen um mehrere tausend Euro erleichtert haben, sowie 19 Kilogramm Marihuana in einem Lastwagen – die Autobahnpolizei Köln hatte während der Osterfeiertage reichlich Arbeit.

Am Karfreitag haben zwei "falsche Polizisten" im Abstand von weniger als fünf Stunden (zwischen 14 und 18.30 Uhr) bei zwei vorgetäuschten Fahrzeugkontrollen mehrere tausend Euro Bargeld und die Fahrzeugschlüssel gestohlen. Der Täter auf dem Beifahrersitz stoppte nach Polizeiangaben die Autos mit ausländischen Kennzeichen, indem er eine Ledermappe mit einem Polizeistern an die Scheibe hielt und den Fahrer damit aufforderte, rechts ran zu fahren.

Die ersten Opfer waren drei aus Kirgistan stammende Männer (29 bis 34 Jahre alt), kurz vor dem Autobahnkreuz Köln-Nord auf der A1 in Richtung Dortmund schlugen die Betrüger zu. Beim zweiten Mal stoppten die Deutsch und Englisch sprechenden Täter thailändische Touristen (31 bis 37 Jahre alt) an der Anschlussstelle Worringen auf der A57. Der ausgestiegene Beifahrer begründete die Herausgabe des Bargeldes damit, dass zurzeit viel Falschgeld im Umlauf sei.

Die Geschädigten beschreiben den Fahrer des Täterfahrzeugs – ein silberner Golf IV – als weißen Mann mit gebräunter Haut und schwarzen Haaren, er habe eine schwarze Sonnenbrille getragen. Der Beifahrer sei etwa 1,85 Meter groß und von schlanker Statur. Er habe dunkle, an den Seiten kurz rasierte und auf dem Oberkopf mit Gel aufgerichtete Haare, einen gepflegten dunklen Kinnbart, und er soll ein hellblaues Hemd getragen haben.

19 Kilogramm Marihuana im Lkw gefunden

Am Ostermontag haben Beamte der Autobahnpolizei Bensberg zudem bei einer Fahrzeugkontrolle an der Raststätte Königsforst an der A3 19 Pakete Marihuana mit einem Gewicht von je einem Kilogramm gefunden. Der 47-jährige Fahrer des montenegrischen Sattelanhängers wurde daraufhin festgenommen. Die Drogen waren in einem Hohlraum hinter dem Unterfahrschutz versteckt. Das Hauptzollamt Köln hat bereits die Ermittlungen aufgenommen.

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