Ansteckungsgefahr für Studenten: Fall von Tuberkulose an Medienhochschule in Köln

Ansteckungsgefahr für Studenten : Fall von Tuberkulose an Medienhochschule in Köln

An einer Kölner Hochschule soll es einen Fall von Tuberkulose geben. Zahlreiche Studenten und Dozenten haben Briefe vom Gesundheitsamt erhalten und müssen sich überprüfen lassen.

Wie eine Sprecherin der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln mitteilte, haben zahlreiche Studenten und Dozenten in der vergangenen Woche Post vom Gesundheitsamt bekommen. Demnach gibt es einen Fall von Tuberkulose an der Hochschule.

Wo die Person sich angesteckt hat, sei nicht bekannt. "Es kann aber ausgeschlossen werden, dass dies an der Hochschule selbst passiert ist", erklärte die HMKW-Sprecherin auf GA-Anfrage. Für die präventive Maßnahme des Gesundheitsamtes habe die Hochschule großes Verständnis.

Dem Gesundheitsamt seien sämtliche Listen mit Studenten und Dozenten weitergeleitet worden, die gemeinsam mit der erkrankten Person in den vergangenen Wochen Vorlesungen und Seminare besucht hatten. "Die Untersuchungen sind verpflichtend", so die HMKW-Sprecherin. Die betroffenen Studenten und Dozenten könnten zur Not auch "zwangsweise" vorgeladen werden.

Tuberkulose ist in Deutschland eine vergleichsweise seltene Erkrankung. Auf 100.000 Einwohner kommen laut Robert-Koch-Institut fünf Erkrankte. Tuberkulose wird von Bakterien verursacht. Die Erreger werden meist durch Tröpfchen in der Atemluft übertragen. Symptome von Tuberkulose sind Fieber, Müdigkeit, Nachtschweiß und Gewichtsverlust. Später kann auch blutiger Husten und Atemnot hinzukommen.

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