Forderung nach Bau eines Radwegs: Fahrradclub hält Ausbau der L182 für unverantwortlich

Forderung nach Bau eines Radwegs : Fahrradclub hält Ausbau der L182 für unverantwortlich

Der ADFC fordert die Politik auf, die Planung zum Ausbau der L182 zu stoppen und die Straßenbaubehörden aufzufordern, die Sanierung nur bei einem Bau eines Radwegs durchzuführen.

Als „unverantwortlich“ bezeichnet der ADFC Bonn/Rhein-Sieg den geplanten Ausbau der L182 ohne den Bau eines begleitenden Radwegs. „Es ist uns unverständlich, wie der Regionalrat Köln am 31. Oktober die Verbreiterung der Landstraße beschließen will, ohne einen begleitenden Radweg zu bauen“, kritisiert Georg Wilmers, verkehrspolitischer Sprecher des ADFC für den linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis. „Wir fordern die politisch Verantwortlichen auf, der Sanierung der L 182 nur zuzustimmen, wenn gleichzeitig ein Radweg gebaut wird. Ansonsten muss die Politik die Ausbauplanung stoppen.“

Die L182 ist nur 5,50 bis 5,70 Meter breit und soll bei der Sanierung nur auf etwa 6,50 Meter verbreitert werden, um keinen Grunderwerb tätigen zu müssen. „Zweispurige Landstraßen mit Fahrbahnbreiten von unter 3,50 Meter erlauben im Gegenverkehr kein sicheres Überholen von Radfahrern mit ausreichendem Abstand“, kritisiert Wilmers. Das sei nicht hinnehmbar, weil die Landstraße auch für den Radverkehr eine zunehmende Rolle als Verbindung zwischen Heimerzheim und Bornheim sowie als Verknüpfung der quer verlaufenden Radrouten spielt. „Zudem führt auch das Netz der Radregion Rheinland über die L182“, betont ADFC-Kreisvorsitzende Annette Quaedvlieg. „Heute sollte bei solchen Landstraßen, die auch für den Radverkehr wichtige Strecken darstellen, der Bau eines Radweges im Zuge von Sanierungsarbeiten selbstverständlich sein“, fordert die ADFC-Vorsitzende.

Der ADFC fordert die Politik auf, die Planung am Mittwoch zu stoppen und die Straßenbaubehörden aufzufordern, die Sanierung nur bei einem Bau eines Radwegs durchzuführen. Dafür sollte auch eine Verzögerung der Maßnahme inkauf genommen werden. „Die Sicherheit der Radfahrer geht vor. Wir haben schon zu viele Verkehrstote auf den Landstraßen zu beklagen“, so Quaedvlieg.