Nach Sicherheitspanne am Flughafen Köln/Bonn: Eurowings spricht von „nicht unerheblichem Schaden“

Nach Sicherheitspanne am Flughafen Köln/Bonn : Eurowings spricht von „nicht unerheblichem Schaden“

Der Flughafen Köln/Bonn setzt mehr Mitarbeiter an den Schleusen ein. Damit soll künftig verhindert werden, dass jemand unkontrolliert den Sicherheitsbereich betritt. Eurowings geht derweil nach dem Chaos am Montag von einem „nicht unerheblichen Schaden“ für die Airline aus.

Nach der Panne und dem Großalarm am Montag hat der Flughafen Köln/Bonn sein Sicherheitspersonal verstärkt. Laut Flughafensprecher Alexander Weise werden zusätzliche Mitarbeiter an den Schleusen eingesetzt, damit ein Vorfall wie am Montag künftig ausgeschlossen ist.

Wie berichtet, hatte ein 62-jähriger Spanier gegen 11 Uhr unkontrolliert die Sicherheitsschleuse am Terminal 1 passiert. Er war über den Handgepäckausgang hineingelangt – und löste damit großes Chaos aus. Der Sicherheitsbereich am Terminal 1 musste geräumt werden, alle Flüge an diesem Terminal wurden gestoppt. Rund 2500 Menschen waren laut Flughafen betroffen. Gegen Mittag nahm die Bundespolizei den Mann fest. Er wollte offenbar nur auf schnellstem Weg seinen Flieger nach Faro in Portugal erreichen.

Laut Bundespolizei ist der 62-Jährige nach der Befragung wieder von der Wache entlassen worden, da er sich nicht strafbar gemacht habe. Am Flughafen Köln/Bonn werde der Vorgang nun analysiert und rekonstruiert, sagte Weise. „Sollten weitere Maßnahmen zur Verstärkung der Sicherheit möglich sein, werden wir diese natürlich umsetzen.“ Zudem werde geprüft, ob aufgrund des Vorfalls Kosten oder Schadenersatzansprüche entstanden sind.

Von einem „nicht unerheblichen Schaden“ geht die Fluggesellschaft Eurowings aus. Noch könne der Betrag aber nicht genau beziffert werden, sagte Heinz Joachim Schöttes, Leiter der Unternehmenskommunikation. Bei der Fluggesellschaft waren 69 Flüge innerhalb Europas sowie fünf Interkontinentalflüge von und nach Köln betroffen. 14 Flüge musste die Airline annullieren.

Dennoch bestünden grundsätzlich keine Schadenersatzansprüche der Passagiere gegenüber der Airline, „da es sich um Umstände handelt, die wir nicht beeinflussen können“, sagte Schöttes. Abhängig von der Verspätung erhielten sie aber Unterstützungsleistungen. Heißt: Sie könnten etwa kostenfrei umbuchen oder stornieren. Mit der Frage, ob die Gesellschaft Schadenersatzansprüche geltend machen wird, hat sich Eurowings laut Schöttes noch nicht auseinandergesetzt.

Bereits im März hatte es am Flughafen eine ähnliche Situation gegeben. Damals hatte eine Polizistin den Sicherheitscheck im Terminal 2 umgegangen und eine Räumung ausgelöst.