Landesamt bestätigt Nachweis: Ein Wolf hinterlässt Spuren im Oberbergischen

Landesamt bestätigt Nachweis : Ein Wolf hinterlässt Spuren im Oberbergischen

Ein Wolf hat im Oberbergischen Kreis seine Spuren hinterlassen. Laut Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (Lanuv) hat das das Ergebnis einer Speichelprobe ergeben.

Im Oberbergischen Kreis ist oder war ein Wolf unterwegs - das bestätigte jetzt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (Lanuv). Demnach haben Untersuchungen einer Speichelprobe ergeben, dass ein Wolf am 10. Juli dieses Jahres in der Gemeinde Engelskirchen zwei Schafe getötet und eines verletzt hat. Eine genauere Bestimmung des Tieres durch das Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen steht laut Lanuv noch aus.

Der Wolfsnachweis ist nicht der erste, der in der weiteren Bonner Umgebung in jüngster Vergangenheit auftauchte. Im April wurde in Monschau ein Schaf von einem Wolf gerissen, kürzlich wurden Teile Euskirchens zum Wolfsgebiet erklärt. Für Diskussionen sorgte auch ein Foto, das Ende Mai auftauchte und einen Wolf in Eitorf zeigen soll. Während ihn die einen schützen wollten, waren andere dafür, ihn gemäß Kabinettsbeschluss abzuschießen. Um das Tier in Eitorf wurde es allerdings schnell wieder ruhig.

Besonders viele Landwirte sehen das Auftauchen des Wolfs kritisch und fürchten um ihre Tiere. Der Lanuv beruhigt: "In Nordrhein-Westfalen werden auf der gesamten Landesfläche Haus- und Nutztierrisse, bei denen der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden kann, zu 100 Prozent entschädigt", heißt es in der aktuellen Mitteilung. Als Präventionsmaßnahme wird zudem etwa die Anschaffung von Elektrozäunen zu 100 Prozent gefördert.

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