Krimi aus Dortmund: Ein Tatort voller Zorn

Krimi aus Dortmund : Ein Tatort voller Zorn

Der Strukturwandel im Ruhrgebiet ist der Hintergrund für einen hochemotionalen Krimi aus Dortmund. Am Sonntagabend um 20.15 Uhr läuft der neue "Tatort".

Kommissarin Martina Bönisch (Anna Schudt) hat Rückenschmerzen, die Bewohner einer alten Zechensiedlung haben hingegen große Angst um ihre Zukunft. Es tobt ein Streit um Zahlungen für Bergschäden. Dazu treibt die Aussicht, dass auf dem ehemaligen Zechengelände ein Freizeitpark entsteht, so manchen Kumpel zur Weißglut. Und dann wird auch noch der Ex-Bergmann Andreas Sobitsch (Daniel Fritz) erschossen aufgefunden. Er hatte vehement gegen das Entschädigungsangebot der Bergbaufirma Stimmung gemacht.

Trotz Rückenschmerzen stürzt sich Tatort-Ermittlerin Bönisch mit ihren Kollegen Peter Faber (Jörg Hartmann), Nora Dalay (Aylin Tezel) und Jan Pawlak (Rick Okon) auf den Fall. Der Titel „Zorn“ durchzieht die Folge als Leitmotiv. Zorn treibt die Kumpel zu extremen Handlungen, lässt die Ermittler aneinandergeraten und einen sogenannten Reichsbürger zur Waffe greifen. Überraschend gefasst gibt sich der sonst psychopathisch agierende Faber – selbst als ihm eine Verfassungsschützerin in die Quere kommt. Ungeachtet dessen ist es wieder ein Hochgenuss, Hartmann in der Rolle zu sehen.

Die Dortmunder Tatort-Folge zeigt bedrückende Bilder des Strukturwandels im Ruhrgebiet. Hochemotional erzählt, mündet sie in einem doppelten Showdown. Gedreht wurde übrigens auch in Bonn-Dransdorf – in einem Haus an der Bunsenstraße, das als Kulisse für einige TV-Produktionen diente und jetzt abgerissen wurde.

ARD, Sonntag, 20.15 Uhr. Mehr zum Thema Tatort gibt es hier.

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