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Kommentar zum Heimatblick: Ein Plan B muss her

Kommentar zum Heimatblick : Ein Plan B muss her

Die Tourismusförderer und Kämmerer anderer Städte, aber auch Gastronomen aller Art würden sich die Finger danach lecken, hätten sie eine Immobilie wie den Heimatblick zur Verfügung, kommentiert Hans-Peter Fuß.

Ein Haus mit Tradition in einer solchen Lage: unverbaubarer Blick ins Rheintal bis nach Bonn und Köln. Über den Dächern von Roisdorf und Alfter steht das Haus allerdings schon seit fast zehn Jahren leer. Aus dem einst beliebten Ausflugslokal ist eine Ruine geworden. Wo früher die Gäste auf der Gartenterrasse ihren Kuchen genossen, gedeihen jetzt Gras und Buschwerk.

Die Eigentümerin hat vor drei Jahren ein ambitioniertes Konzept für den Umbau und die Erweiterung des Restaurants und des Hotels sowie für die Umgestaltung des Geländes vorgelegt. Dieses Konzept stieß allerdings in der Bornheimer Kommunalpolitik auf Ablehnung, weil es die sensible Landschaft an dieser exponierten Stelle zu sehr verändert hätte.

Deshalb ist es sinnvoll, einen Plan B zu erarbeiten, der eine wirtschaftlich tragfähige Nutzung des Heimatblicks ermöglicht, aber auch dem Schutz der Natur Rechnung trägt. Denn eins darf nicht passieren: dass aus dem einstigen Ausflugsziel ein dauerhafter Schandfleck wird. Auch um dies zu verhindern, droht der Bornheimer Bürgermeister Wolfgang Henseler mit einer Abrissverfügung.