Dunkle Rauchwolken über Köln: Das war der Grund für die Störung bei Shell in Köln-Godorf

Dunkle Rauchwolken über Köln : Das war der Grund für die Störung bei Shell in Köln-Godorf

Am Freitag ist eine dicke Rauchwolke über der Shell-Raffinerie in Köln-Godorf aufgestiegen und über das Kölner Stadtgebiet gezogen. Die Feuerwehr warnte die Bevölkerung über die Warnapp "Nina". Nun ist die Ursache bekannt.

Am frühen Freitagabend kam es zu einer ungeplanten und starken Fackeltätigkeit bei Shell in Köln-Godorf. Die Feuerwehr warnte gegen 18.15 Uhr über die Warnapp Nina vor Geruchsbelästigungen in Godorf und den angrenzenden Orten sowie vor Rauchverwirbelungen. Die Flammen und die starken Rauchwolken waren schon von weitem zu sehen.

Laut Shell war es gegen 17.30 Uhr zu einem Stromausfall gekommen. Durch den darauf folgenden Ausfall des Kraftwerks war unter anderem ein Dampfmangel eingetreten, der zu verstärkter Rußentwicklung während der Fackeltätigkeit geführt hatte. Zu einem Brand sei es jedoch nicht gekommen, teilte die Leitung der Raffinerie am späten Freitagabend mit.

Die Feuerwehr rief zunächst dazu auf, in den angrenzenden Gebieten Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen auszuschalten. Gegen 21.30 Uhr wurde diese Warnung von der App aufgehoben. Die Rußwolke zog zu diesem Zeitpunkt über das Kölner Stadtgebiet, hieß es bei "Nina". Die Warnung wegen Rußentwicklung konnte dann am späten Abend ebenfalls aufgehoben werden. Es wurden weiterhin Messungen vorgenommen.

Eine Fackeltätigkeit bei Shell ist immer dann notwendig, wenn es einen Störfall gibt und bestimmte Stoffe nicht rechtzeitig verarbeitet werden können. Sie werden dann in der Regel kontrolliert verbrannt. "Die Fackeln sind für die Sicherheit einer Raffinerie unbedingt notwendig und eine gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitseinrichtung. Während der An- und Abfahrprozeduren von Anlagen entstehen zeitweilig größere Mengen Gase, die zur sicheren Verbrennung zur Fackel geleitet werden," heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Leitung der Rheinland Raffinerie bedauere den Vorfall und bat ihre Nachbarn wegen eventuell entstandener Belästigungen um Verständnis, hieß es von Shell.

UPDATE 20. April, 14.30 Uhr:Shell warnt nach dem Störfall von Freitag erneut vor Lärm- und Geruchsbelästigungen.

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