TV-Vorschau: Das erwartet die Zuschauer im Tatort aus Wien

TV-Vorschau : Das erwartet die Zuschauer im Tatort aus Wien

In der Tatort-Folge „Glück allein“ geht es um viele Katastrophen. Allerdings überzeugt sie nicht wirklich. Das hat zwei Gründe.

Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) sind pikiert. Der Innenminister will nicht, dass die Wiener Kommissare in einem Mordfall ermitteln. Klar, dass sie sich davon nicht abhalten lassen und zum Ort des Geschehens fahren. Die Frau des einflussreichen Politikers Raoul Ladurner (Cornelius Obonya) liegt durch Messerstiche getötet im Haus der Familie. Die zehnjährige Tochter hat schwer verletzt überlebt. Vor Ort hat sich bereits Kommissarin Julia Soraperra (Gerti Drassl) in Stellung gebracht.

Auf Wunsch von ganz oben soll sie ermitteln. Eisner und Fellner ficht das nicht an; zumal Soraperra völlig überfordert zu sein scheint – und wohl mehr dahinter steckt als ein missglückter Einbruch. Vor allem Eisner schießt sich auf den als Saubermann bekannten Ladurner ein, der sich alle Mühe gibt, unsympathisch und undurchschaubar zu sein.

Dramaturgische Lücken

„Glück allein“ lautet der Titel der neuen Tatort-Folge aus Wien. Glück findet in dem Krimi allerdings keine der Figuren. Die Handlung ist durchweg tragisch und hangelt sich von Katastrophe zu Katastrophe – das allerdings sehr holprig erzählt. Dramaturgische Lücken und aufgeworfene, aber unbeantwortete Fragen lassen die Zuschauer unzufrieden zurück.

Krassnitzer und Neuhauser sind eigentlich ein tolles Tatort-Duo – vor allem wegen ihrer Ecken und Kanten. Seit 2011 ermitteln sie gemeinsam. Seitdem gab es schon deutlich bessere Folgen aus Österreich, in dieser wäre mehr drin gewesen.

ARD, Sonntag, 20.15 Uhr. Mehr zum Thema: www.ga-bonn.de/tatort.

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