Regionale Produkte: Brühl und Bornheim starten die Spargelsaison

Regionale Produkte : Brühl und Bornheim starten die Spargelsaison

Die beiden Städte präsentieren beim Wein- und Spargelmarkt das Edelgemüse drei Tage lang in all seinen leckeren Facetten. Kunden setzen auf regionale Produkte.

Bei eher durchwachsenem Wetter fiel am Samstag der Startschuss in die Brühl-Bornheimer Spargelsaison auf dem Brühler Rathausvorplatz. Die interkommunale Veranstaltung war in den dreitägigen Brühler Wein- und Spargelmarkt der Schlossgarde der Stadt Brühl Rut-Wieß eingebettet. Trotz gelegentlichen Regens und kalter Temperaturen genossen die Besucher kulinarische Leckereien von Anbietern aus der Region, probierten Weine aus den Anbaugebieten Rhein-Hessen, Mosel und Nahe und fachsimpelten über die leckersten Spargelrezepte und den dazu passenden Tropfen.

Die Eröffnung übernahmen unter der Federführung von Moderator Roland Mohlberg die Bürgermeister der Kommunen Bornheim und Brühl, Wolfgang Henseler und Dieter Freytag. Mitgebracht hatten sie natürlich auch Spargelkönigin Daniela Kastner, die als Studentin der Humanernährung auf die Vorzüge des Edelgemüses aus ernährungstechnischer Sicht hinwies. Für den Brühler Verwaltungschef liegt die Bedeutung des 2005 gegründeten interkommunalen Projekts klar auf der Hand. „Durch die Brühl-Bornheimer Spargelsaison werden regionale Wirtschaftskreisläufe sichtbar, an denen sich landwirtschaftliche Betriebe, Gastronomen, Lebensmittelhandel und Vereine zum Wohl unserer beiden Städte und Regionen beteiligen“. Henseler betonte, dass die Kombination von Freizeit- und Erholungswert mit dem Verkauf einer großen Auswahl qualitativ hochwertiger Produkte an den Erzeugerhöfen die Region Brühl-Bornheim einzigartig mache. „Damit liegen wir auch voll im Trend. Studien belegen einen Wandel im Einkaufsverhalten. Kunden kaufen bevorzugt Lebensmittel aus ihrer Region“.

Bio-Bauer Leonhard Palm, Vorsitzender des Vereins der Bornheimer Spargelbauern, hat mit der Ernte seines Freilandspargels wegen des warmen Winters in diesem Jahr schon Mitte April und damit 14 Tage früher als normalerweise begonnen. Der Uedorfer zeigte sich mit der Qualität des Edelgemüses zwar zufrieden. „Aber die Stangen sind dünner. Uns fehlte einfach der Regen. Der Klimawandel ist da.“

Zu den verschiedensten Spargelgerichten den passenden Wein auszusuchen, ist nicht immer ganz einfach. Winzerin Gerda Matheus von der Mosel empfahl einen Weißen Burgunder 2018. „Denn er schmeckt fruchtig und weist nur einen geringen Säuregehalt auf.“ Das Königsgemüse servierte der Brühler Hobbykoch Thomas Klose als Suppe, Quiche und zu Salat und Wraps. Wer lieber Elsässischen Flammkuchen ausprobieren wollte, war bei dem Brühler Gastronom Holger Kaus richtig. Für den musikalischen Rahmen sorgte die örtliche Swing-Band Galon um Frontfrau Saskia Buggert.

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