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Vor dem Schokoladenmuseum: Bonner Schausteller bauen Riesenrad am Kölner Rheinauhafen auf

Vor dem Schokoladenmuseum : Bonner Schausteller bauen Riesenrad am Kölner Rheinauhafen auf

Auf dem Vorplatz des Kölner Schokoladenmuseums wurde in den vergangenen Tagen das 55 Meter hohe Europa-Rad der Bonner Schausteller-Familie Kipp aufgebaut. Bis mindestens Anfang August soll es an dem Standort bleiben.

Eigentlich wäre das Team um Familie Kipp in diesen Tagen in Erlangen gewesen. Dort sollte das 55 Meter hohe Europa-Rad der Bonner Firma Kipp & Sohn auf einem großen Volksfest in Erlangen aufgebaut werden. Schon kurze Zeit später wäre das Riesenrad in Würzburg zum Einsatz gekommen, auf dem Kiliani Volksfest. Da in diesem Sommer alle Feste abgesagt wurden, für die das Riesenrad eigentlich gebucht war - wie auch Pützchens Markt in Bonn - kommt es jetzt woanders zum Einsatz: Am Kölner Rheinauhafen direkt vor dem Schokoladenmuseum.

Am Donnerstag (Fronleichnam) öffnet das Rad für Fahrgäste und soll dann bis mindestens Anfang August in Betrieb bleiben. Bis zum Start war es allerdings ein recht langer Weg, wie Klaus Schopen, Sprecher des Schokoladenmuseums, erzählt. Das Riesenrad wiegt stolze 300 Tonnen, insofern habe zunächst ein Bodengrundgutachten gemacht werden müssen, um zu überprüfen, ob die Spitze des Rheinauhafens, auf der das Museum steht, der Last standhält. Unter anderem seien mehrerer Bohrungen durchgeführt worden, sagt Schopen.

Schließlich wurde das Konstrukt dann mithilfe von 20 Spezialfahrzeugen an den Rheinauhafen gebracht und von dort aus mithilfe eines Krans auf dem Museumsvorplatz aufgebaut. Fünf bis sechs Tage nehme der gesamte Aufbau in Anspruch, sagt Willi Kipp, der den Betrieb gemeinsam mit seiner Familie führt. Der Aufbau ist bereits seit dem Wochendene abgeschlossen, diese Woche wird das Rad aber noch gereinigt und es werden letzte Arbeiten durchgeführt. „Am Mittwoch wird die Bauabnahme gemacht“, sagt Schopen.

Seit Fronleichnam steht das Riesenrad am Kölner Rheinauhafen. Foto: Kipp Europa-Rad

Geplant ist eine Öffnung für Fahrgäste von 11 bis 22 Uhr an Wochenenden und von 12 bis 22 Uhr an Wochentagen. Platz ist pro Gondel für maximal sechs Personen. In Zeiten der Corona-Pandemie gelten für den Betrieb des Riesenrads andere Regeln als sonst: Im Wartebereich muss eine Maske getragen werden, in den Gondeln allerdings nicht. Zudem werden die Gondeln nach jeder Benutzung desinfiziert und die Betreiber achten darauf, dass nur Familien oder befreundete Gruppen gemeinsam in einer Gondel Platz nehmen.

Zustandegekommen ist die Umsetzung durch einen Vorschlag des Kölner Stadtmarketings, wie Schopen sagt. Die Firma Kipp sei auf der Suche nach einem passenden Standort in Köln gewesen, gleichzeitig habe das Schokoladenmuseum unter den Folgen der Corona-Krise gelitten. Die Veranstaltungen, die in diesem Sommer ursprünglich auf dem Vorplatz des Museums stattfinden sollten, mussten alle abgesagt werden. So habe man den Aufbau des Rades auf dem Gelände des Museums dann gemeinsam geplant.