Nahverkehr: Ausbau der Linie 18 in Brühl verzögert sich

Nahverkehr : Ausbau der Linie 18 in Brühl verzögert sich

Der Betreiber der Strecke, die Häfen und Güterverkehr Köln, spricht von Fehlern in der Technik des Stellwerks. Zudem stehen an diesem Wochenende Gleisarbeiten an.

Der Ausbau der Linie 18 auf Brühler Gebiet verzögert sich. Verantwortlich dafür sind nach Angaben der Häfen und Güterverkehr Köln (HGK), dem Betreiber des Streckennetzes, Softwarefehler. „Um den zweigleisigen Streckenausbau bis Brühl-Schwadorf sowie einen Zehn-Minuten-Takt der Stadtbahnlinie 18 zu ermöglichen, hat die HGK die Stellwerkstechnik an den Standorten Brühl-Vochem, Brühl-Schwadorf und Merten erneuern lassen“, teilt HGK-Sprecher Christian Lorenz mit.

Eigentlich sollte die Inbetriebnahme der neuen Anlage ab diesen Samstag, 24. November, bis Samstag, 1. Dezember, erfolgen. Aufgrund der festgestellten Softwarefehler habe die Herstellerfirma kurzfristig den Termin abgesagt, so Lorenz weiter.

Aus diesem Grund verschiebt sich laut HGK die geplante Einführung des Zehn-Minuten-Taktes zwischen Brühl-Mitte und Schwadorf. Die Taktverdichtung der Linie 18 in Bornheim, Alfter und Bonn zum Fahrplanwechsel im Dezember könne dagegen umgesetzt werden.

Wie berichtet, soll die Linie 18 ab dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember samstags von 15 bis 20 Uhr zwischen Bonn und Brühl alle 30 Minuten unterwegs sein. Bisher sind es alle 60 Minuten. Zudem wird sonn- und feiertags von 10 bis 20 Uhr zwischen Bonn und Brühl ein Halb-Stunden-Takt eingeführt. Zurzeit handelt es sich hier noch um einen Stunden-Takt. In den genannten Zeiträumen wird die Linie 68 entfallen. Innerhalb von dreieinhalb Jahren wurde die Elektronik der drei Stellwerksstandorte für den Abschnitt zwischen Brühl-Mitte und Waldorf komplett erneuert.

Zunächst kein Zehn-Minuten-Takt zwischen Brühl-Mitte und Schwadorf

Die vom Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) geförderten Arbeiten seien notwendig gewesen, da die bisherige Technik nicht mehr erweiterbar sei, erläutert Lorenz. Dafür ausgegeben wurden laut HGK etwa 14 Millionen Euro.

Bei einer internen Prüfung habe die Herstellerfirma nun aber Fehler in der von ihr selbst installierten Software entdeckt. Um sicherheitsrelevante Mängel auszuschließen, sei eine Überprüfung notwendig. Erst danach und nach der erforderlichen Freigabe könne die neue Stellwerkstechnik in Betrieb genommen werden.

Während der Arbeiten zur Inbetriebnahme des Stellwerks hätte es Behinderungen im Verkehr auf der Linie 18 gegeben, da die Linie hätte getrennt werden müssen. Lorenz: „Diese Trennung wird nun nicht vorgenommen, die Linie 18 fährt nach regulärem Fahrplan.“ Ein neuer Termin für die Einführung der Stellwerkstechnik steht noch nicht fest.

Darüber hinaus führt die HGK in der Nacht von diesem Samstag auf Sonntag an der Strecke der Linie 18 zwischen der Überführung Aeltersgasse und dem Haltepunkt Rathaus in Bornheim Gleisarbeiten durch. Ebenfalls Gleisarbeiten sind für die Nacht von Dienstag, 27. November, auf Mittwoch, 28. November, im Bereich des Haltepunkts Merten vorgesehen. Sie sollen der der Verkehrssicherheit dienen.

Aus verkehrstechnischen und betrieblichen Gründen können die Arbeiten nur in den Nachtstunden während der Betriebspausen der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) und der Stadtwerke Bonn (SWB ) erledigt werden. Eine entsprechende Ausnahmegenehmigung des Rhein-Sieg-Kreises in Sachen Immissionsschutz liege vor.

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