Ermittlungen nach Schüssen

Polizei sieht in Köln eskalierenden Rockerstreit

Einschusslöcher sind in einer Glasscheibe vor einer Spielhalle im Stadtteil Buchheim zu sehen - vor dem Gebäude steht ein Motorrad.

Einschusslöcher sind in einer Glasscheibe vor einer Spielhalle im Stadtteil Buchheim zu sehen - vor dem Gebäude steht ein Motorrad.

07.01.2019 Köln. Die Polizei geht nach den Schüssen in der Kölner Innenstadt und einer Spielhalle davon aus, dass die Vorfälle in Zusammenhang stehen. Ermittler sehen darin eine Eskalation andauernder Konflikte im Rockermilieu.

Nach den Schüssen in der Kölner Innenstadt und vor einer Spielhalle vom Freitag geht die Polizei offenbar von einem Zusammenhang zwischen den Vorfällen aus. Nach der kriminaltechnischen Untersuchung des Tatorts in Köln-Buchheim, wo Schüsse auf einen Spielsalon abgegeben wurden, ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei nun wegen versuchter Tötungsdelikte. Das teilte die Polizei Köln am Montagabend mit. Die Ermittler sehen demnach in den Taten eine Eskalation andauernder Streitigkeiten im Rockermilieu. Potentielle Tatzeugen würden bislang die Aussage verweigern.

Nach den Schüssen in der Kölner Innenstadt und vor einer Spielhalle vom Freitag gab es bislang keine weitere Festnahme. Die Ermittlungen würden fortgesetzt, sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Montag. Unbekannte hatten am Freitagabend mehr als ein Dutzend Schüsse auf die Spielhalle abgegeben. Zur Tatzeit waren 15 bis 20 Gäste anwesend. Nur durch Zufall sei dabei laut Polizei niemand verletzt worden. Wenige Stunden zuvor waren am Freitagnachmittag in der Kölner Innenstadt nahe dem Hauptbahnhof mitten auf der Straße Schüsse gefallen. Auch hier wurde niemand verletzt.

In der Nähe wurde ein 29-jähriger Tatverdächtiger festgenommen, der inzwischen in Untersuchungshaft sitzt. Die Polizei ermittelt seither unter anderem im Rocker-Milieu. Nach Berichten von Kölner Medien hat sich zuletzt die Rivalität zwischen Hells Angels und Bandidos in der Stadt zugespitzt. (dpa/ga)