"Lebensgefährliche Raser-Tour": 25-jähriger Porsche-Fahrer in Deutz gestoppt

"Lebensgefährliche Raser-Tour" : 25-jähriger Porsche-Fahrer in Deutz gestoppt

Erst raste er das Ufer auf und ab, dann lieferte er sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei und sprang schließlich aus dem fahrenden Wagen. Die Polizei hat am Sonntag in Köln-Deutz einen 25-jährigen Porsche-Fahrer gestoppt und bittet um weitere Augenzeugenberichte.

Die Polizei hat am späten Sonntagnachmittag in Köln-Deutz einen 25-jährigen Autofahrer festgenommen, der in einem silbernen Porsche Cayenne am Rheinufer entlang gerast sein soll. Er sei nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis gewesen, wie die Polizei bekanntgab. Die wäre er nun auch definitiv los, sei er doch unter "Missachtung aller Verkehrsregeln" vor den Beamten geflüchtet. Dabei habe er das Leben zahlreicher Fußgänger aufs Spiel gesetzt.

Gegen 17.30 Uhr hatten Passanten eine Streife auf den Raser aufmerksam gemacht. Die Polizisten fuhren ihm entgegen und konnten ihn so zum Stoppen bringen. Als sie jedoch ausstiegen, legte er den Rückwärtsgang ein und fuhr mit Vollgas in Richtung Charles-de-Gaulle-Platz. Andere Autofahrer und Fußgänger hätten plötzlich ausweichen müssen, um in letzter Sekunde einen Unfall zu vermeiden.

Während der 25-Jährige mit Blaulicht und Martinshorn verfolgt wurde, drehte er das Fahrzeug und versuchte - ohne Rücksicht auf Verluste - in Richtung Auenweg und schließlich über den Rheinparkweg zu entkommen, heißt es in der Mitteilung der Polizei. Am Kennedy-Ufer sei er aus dem Wagen gesprungen und hätte versucht, sich hinter einem Betonpfeiler zu verstecken.

Hier kam sein 26-jähriger Beifahrer ins Spiel, der nach Berichten von Augenzeugen über die Mittelkonsole des noch rollenden Fahrzeugs geklettert sei und die Fahrt regelkonform weitergeführt hätte. Die Beamten stoppten ihn nach einigen hundert Metern und konnten auch den ursprünglichen Fahrer festsetzen.

Das Fahrzeug und mehrere Mobiltelefone wurden beschlagnahmt, des Weiteren wurden Blutproben entnommen. Ein weiterer Passant hatte den Beamten vor Ort berichtet, er sei von einer Personengruppe mit dem Messer bedroht worden, er solle nicht gegen den 25-Jährigen aussagen. Hier wird in einem eigenen Verfahren ermittelt.

Die Polizei Köln bittet um Berichte von Zeugen, die Angaben zu der Fahrt am Sonntag machen können. Hinweise an 0221-2290 oder poststelle.koeln@polizei.nrw.de.

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