Sinzigerin für ihr Engagement geehrt: Kinderhospizpreis für die Künstlerin Anne Löffler

Sinzigerin für ihr Engagement geehrt : Kinderhospizpreis für die Künstlerin Anne Löffler

Im Aachener Krönungssaal erhielt die Künstlerin Anne Löffler aus Sinzig bei der Zentralveranstaltung zum bundesweiten Tag der Kinderhospizarbeit den Deutschen Kinderhospizpreis 2019.

Alle zwei Jahre ehrt der Deutsche Kinderhospizverein (DKHV) mit der undotierten Auszeichnung Personen, die sich durch ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement um die Kinder- und Jugendhospizarbeit verdient gemacht haben.

Die diesjährige Preisträgerin Anne Löffler hat seit 2001 mehr als 7500 Karten zu Geburtstags- und Erinnerungstagen an Kinder mit lebensverkürzender Erkrankung und deren Familien per Hand geschrieben. Für 2019 werden es wieder über 750 Grußkarten an Familien sein. „Sie lebt die Inhalte der Kinderhospizarbeit. Ihr stilles Engagement hat für die betroffenen Familien einen besonderen Wert, ihre Karten sind unglaublich tröstlich“, begründet die Jury ihre Entscheidung und erklärt, „durch ihre leise und feine Art schafft sie eine Vernetzung aller Familien“.

Preisgestalterin und Laudatorin auch aus Sinzig

Den Preis, ein Bronzewürfel mit wichtigen Symbolen der Kinderhospizarbeit, hat Künstlerin Friederike Gross-Koschinski gestaltet. Bei der Preisvergabe 2019 trat der ungewöhnliche Fall ein, dass sowohl die Preisträgerin Löffler, als auch Preisgestalterin Groß-Koschinski und die Laudatorin Elisabeth Volk aus derselben Stadt, aus Sinzig, kommen. „Dem Ort, wo in den 1980er Jahren zum ersten Mal überhaupt über die Kinderhospizidee in Deutschland nachgedacht worden ist“, wie Volk sagte. Sie und ihr Ehemann Richard Volk gehören zu den Gründungsmitgliedern des Deutschen Kinderhospizvereins mit Sitz in Olpe.

Die Laudatorin betonte, wie wichtig es für die Eltern mit lebensverkürzend erkrankten Kindern ist, „an deren Geburtstagen und Todestagen einen persönlichen Gruß vom Verein zu bekommen. Auch noch dann, wenn andere Menschen nicht mehr daran denken. Immer wieder erzählen sie von der Freude, die sie dabei empfinden, Post an diesen Tagen zu bekommen, den Namen ihres so geliebten Kindes zu sehen.“ Volk lobte die schöne Handschrift und die Texte, die „genauso bezaubernd“ seien wie die Karten selbst. In ihrer Rede nannte sie Löfflers Kunst „zugänglich, ohne banal zu wirken“. Auch zu traurigen Anlässen fände sie tröstende Worte. „Du lässt die Menschen nicht hängen.“ Vielleicht entspreche dies dem Lebensprinzip der Preisträgerin Anne Löffler, die es einst so umriss: „Es ist besser, das Gute zu stärken, als das Schlechte zu bekämpfen.“