Sänger aus Tokushima auf Konzertreise durch Deutschland: Japanischer Jugendchor singt im Kurpark Bad Neuenahr

Sänger aus Tokushima auf Konzertreise durch Deutschland : Japanischer Jugendchor singt im Kurpark Bad Neuenahr

Das „Loreleylied“ mit „Ich weiß nicht was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin“ ertönte am Mittwoch aus 41 jungen Kehlen eines japanischen Jugendchor aus Tokushima im Kurpark Bad Neuenahr.

Ebenfalls im Publikum bei strahlendem Sonnenschein: Bürgermeister Guido Orthen. Er begrüßte die Gäste aus dem Land des Lächelns, für die Bad Neuenahr-Ahrweiler ein Ziel ihrer einwöchigen Deutschlandreise ist. „Kon Ni Chi Wa“, rief Orthen den jungen Sängern zwischen elf und 17 Jahren in ihren blau-weißen Uniformen zu.

Von einer Dolmetscherin übersetzt stellte er kurz die touristisch geprägte Kreisstadt und das Ahrtal vor. „Es ist wichtig, dass junge Menschen durch die Welt reisen und andere Länder, andere Sitten kennenlernen und sich dadurch ihr Blick für andere Kulturen öffnet“, betonte der Stadtchef.

Der Tokushima Jugendchor unter der Leitung von Chordirektor Shuo Ueda wurde 1963 gegründet, trat schon im Vatikan auf. Ueda begibt sich bereits seit 30 Jahren auf Konzertreisen, weilt nun zum zwölften Mal in Deutschland. Nachdem die 37 Mädchen und vier Jungen mit japanischen und deutschen Fähnchen den Gästen im Park zugewunken hatten, ging es zur Stadtbesichtigung. Organisiert hat den Aufenthalt Kerstin Wegen aus Remagen, die auf kulturelle Gruppenreisen spezialisiert ist.

Am Abend ging es zum Konzert in die Bonner Namen-Jesu-Kirche. Im ersten Teil wurden Stücke europäischer Komponisten gesungen, im zweiten Teil, dann in der traditionellen Tracht „Kimono“, japanische Lieder. In Bonn kam es auch zu einer Uraufführung mit einer Motette des in Köln lebenden österreichischen Komponisten Hermann Baumgartner. Weiter geht es nach Oberlahnstein, dann nach Kronberg. „Das sind Good-Will-Konzerte, die Sänger erhalten keine Gage. Die Reise finanzieren sie selbst“, so Wegen.