Umbau in Walporzheim: Halbzeit in der Dorfmitte

Umbau in Walporzheim : Halbzeit in der Dorfmitte

Noch ist es eine Großbaustelle. Doch der Umbau des Platzes an der Walporzheimer Straße bewegt sich im Zeit- und Kostenrahmen.

Zwei Monate leben die Walporzheimer bereits mit Baustelle und Vollsperrung mitten im Ort, weitere zwei Monate müssen sie sich noch gedulden, bis die neue Dorfmitte in der Walporzheimer Straße fertig ist. Das Gröbste sei mittlerweile geschafft, erklärte Projektleiter Sascha Bach von der Stadtverwaltung Bad Neuenahr bei einer Besichtigung. Soll heißen: Rund 1.100 Quadratmeter Asphalt und Platten wurden ausgehoben, 180 Meter Borde und Rinnen zurückgebaut, 650 Kubikmeter Boden ausgehoben.

Die Versorger sind weitestgehend fertig, sie haben auf rund 90 Metern Länge die Wasser- und die Gashauptleitung erneuert. Zudem wurden, wo notwendig, die Hausanschlüsse für Gas und Wasser erneuert und anstehende Reparaturarbeiten an den Kanalhausanschlussleitungen durchgeführt. Ab der ersten Novemberwoche dürften die Walporzheimer allmählich sehen, wie ihre neue Dorfmitte, die sie bislang nur von Plänen und Skizzen kennen, aussehen wird. Dann beginnen die Arbeiten an der Oberfläche.

Konkret bedeutet das, es werden rund 180 Meter Muldenrinnen aus Naturstein hergestellt, zudem wird auf eine Länge von insgesamt 350 Metern Pflasterband aus dem gleichen Material eingebracht. Mit 500 Quadratmeter Asphalt und 600 Quadratmetern Pflaster wird die neue Fläche weiterhin bedeckt. Beleuchtet wird die neue Dorfmitte von voraussichtlich sieben Straßenlaternen.

Es bleibt zwar weiterhin eine Durchgangsstraße durch Walporzheim, diese wird aber den Charakter eines Platzes bekommen. So wird es die bisherigen Einbuchtungen für Linienbusse nicht mehr geben. Die Haltepunkte bleiben zwar, künftig wird der Bus aber auf der Straße halten, was in dem verkehrsberuhigten Bereich kein Problem darstellen sollte. Daher wird hier auch künftig Tempo 30 vorgegeben.

In der Dorfmitte sollen sich die Menschen begegnen, nicht nur, aber in erster Linie natürlich beim Ländlichen Weinfest Ende August. Auch hieran wird gedacht. So werden mehrere Punkte, nämlich dort, wo beim Weinfest Wein- und Imbissstände zu finden sind, mit Festplatztechnik ausgerüstet. Dort befinden sich dann Anschlüsse für Wasser, Abwasser und Strom. Vorbei ist es mit den Leitungen und Schläuchen, die quer über die Straße verlegt werden müssen.

„Geplant ist, die Maßnahme bis zum 31. Dezember zu beenden. Wir hoffen aber natürlich, schon vor den Weihnachtsfeiertagen fertig zu werden“, so Sascha Bach. Derzeit ist das Projekt voll im Zeitplan, so dass sich die Hoffnung des Verwaltungsmitarbeiters durchaus erfüllen kann.

Auch finanziell ist die Gestaltung der Dorfmitte im Plan. Rund 307.000 Euro sind für das Projekt veranschlagt. Gefördert wird die Gestaltung aus zwei Landestöpfen. Zum einen handelt es sich hier um eine erste große Maßnahme im Rahmen des Walporzheimer Dorferneuerungskonzepts.

Weitere Gelder fließen aus dem rheinland-pfälzischen Investitionsstock. Dieser zielt auf kommunale Einzelprojekte, vornehmlich der kommunalen Infrastruktur, die meist in einem Programmjahr finanziert werden.

Hier erwartet die Stadt 30 Prozent als Förderung für die Kosten des Straßenbaus. Unterm Strich bleibt damit mehr als ein Drittel der Baukosten nicht am Stadtsäckel hängen.

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