Freude bereiten - bereitet Freude

Freude bereiten - bereitet Freude

Familien-Bündnis hofft auf viele Wunscherfüller bei der Weihnachtsaktion für bedürftige Kinder in der Stadt

Glänzende Kinderaugen unterm Weihnachtsbaum - nicht in allen Familien ist das eine Selbstverständlichkeit. Vielfach nämlich fehlt das Geld, Wünsche zum Fest zu erfüllen. Auch Kindern weniger begüteter Familien eine Freude zu bereiten, dieses Ansinnen hat sich der Verein "Hauptsache Familie - Bündnis für Bad Honnef" auf die Fahne geschrieben.

Zum dritten Mal startete der Verein am Donnerstag mit großer Unterstützung der Bad Honnefer Stadtverwaltung und des Job-Centers seine Aktion "Weihnachtswunschbaum". Mehr als 250 Kinderwünsche zieren die beiden großen Tannenbäume im Rathaus-Foyer sowie in der Aegidienberger Stadtsparkassen-Filiale und warten nun darauf, von den Bürgern erfüllt zu werden.

Eine Barbie-Puppe, ein "Was ist Was?"-Buch, die "Feen-Hochzeit" von Schleich - die Wünsche, die die Kinder selbst oder ihre Eltern auf den Zetteln vermerkt haben, sind so individuell wie die späteren Empfänger der Geschenke selbst. Mehr als doppelt so viele Wünsche wie im vergangenen Jahr sind dieses Mal zusammen gekommen, berichtete Beate Schaaf vom Familien-Bündnis bei der Vorstellung der beiden "Wunschbäume 2011".

Beibehalten wurde die Obergrenze von etwa 25 Euro je Wunsch, den jedes Kind zudem mit seinem Vornamen und dem Alter gekennzeichnet hat - und für die die Initiatoren nun hoffen, dass sich ebenso viele Spender finden wie Wunschzettel.

Natascha Özel und Brigitte Bohler von der Wohngeldstelle im Rathaus, die wie das Job-Center in Frage kommende, finanzschwache Familien im Vorfeld angeschrieben hatten und bereits seit Oktober mit der Vorbereitung der Aktion betraut waren, machten auf das Verfahren aufmerksam: Jeder Baumanhänger besteht aus einem gelben und einem weißen Zettel, beide versehen mit jeweils derselben Nummer, hinter der sich, für den Spender selbstredend anonym bis auf den Vornamen und das Alter, ein Kind verbirgt.

Auf dem weißen Zettel vermerken die Spender ihren eigenen Namen und ihre Telefonnummer und geben ihn am Rathaus-Empfang, in der Sparkassen-Filiale oder im Bürgerbüro Aegidienberg ab. Den gelben Zettel nehmen die "Wunscherfüller" mit und befestigen ihn hernach auf dem Geschenk, das bis spätestens 15. Dezember an den genannten Stellen abgegeben werden sollte und vor allem: das so eindeutig dem richtigen Empfänger zugeordnet werden kann.

Die Zustellung der Geschenke wiederum übernehmen die Initiatoren, die schon für geeigneten Lagerraum gesorgt haben.

Lange dauerte es nicht, bis die ersten Wunschzettel vom Baum genommen waren. Bürgermeisterin Wally Feiden dankte hierbei unter anderem dem VdK und der Caritas, die sich mit einer ganzen Reihe Geschenke an der Aktion beteiligen. "Es ist eine Aktion, die auch etwas tut für das Klima in der Stadt", freute sich mit allen Unterstützern Beate Schaaf.

Und tatsächlich: Auch andere Besucher, die den Auftakt der Aktion verfolgt hatten, konnten sich dem Zauber nicht entziehen. Freude bereiten - bereitet eben Freude.

Die Öffnungszeiten

Die Weihnachtswunschbäume stehen im Rathaus-Foyer, Rathausplatz 1, sowie in der Stadtsparkassen-Filiale in Aegidienberg, Aegidienberger Straße 66.

Das Rathaus ist wochentags von 8 bis 12 Uhr sowie donnerstags zusätzlich von 14 bis 17.30 Uhr geöffnet.

Die Filiale der Stadtsparkasse in Aegidienberg ist geöffnet täglich von 8.30 bis 13 Uhr, montags und donnerstags zusätzlich von 14 bis 18 Uhr sowie dienstags, mittwochs und freitags von 14 bis 16 Uhr.

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