Die Hitze macht´s möglich: Freibäder im Kreis Ahrweiler knacken Besucherrekorde

Die Hitze macht´s möglich : Freibäder im Kreis Ahrweiler knacken Besucherrekorde

Die kommunalen Schwimmbadbetreiber haben allen Grund zum Strahlen: Sie ziehen eine Top-Bilanz nach der Hitzewelle und den Sommerferien. 2409 Gäste zählte das Freibad Remagen am 26. Juli.

Spricht man die kommunalen Schwimmbadbetreiber auf die zurückliegenden Wochen an, blickt man nur in frohe Gesichter. Denn die Kombination aus Sommerferien und Hitzewelle bescherte den Bädern Rekord-Besucherzahlen. Die Bilanzen könnten nicht besser sein, und das ein Jahr nach einem verregneten Sommer 2017, der seinerzeit für mächtig Verdruss gesorgt hatte. Besonders imposant sind die Zahlen in Remagen, einem der größten Freibäder der Region. Dorthin kamen alleine am 26. Juli 2409 Besucher. Wären das alles nur Einwohner Remagens gewesen, dann wäre an diesem Donnerstag jeder siebte Remagener ins Freizeitbad gegangen.

Das Bad besitzt eine hohe Anziehungskraft in der Region und ist auch bei den Feriengästen, nicht nur denen vom angrenzenden Campingplatz, überaus beliebt. Vier Becken laden dort zum Schwimmen, Planschen und Spielen bei durchgehend 23 Grad Wassertemperatur ein. Sportliche Schwimmer können zudem im 50-Meter-Schwimmerbecken ihre Bahnen ziehen. Ein Bad für Menschen jeden Alters und jeden Geschmacks also. Marc Göttlicher von der Stadtverwaltung Remagen macht mit einen besonders imposanten Vergleich auf: Allein in den ersten sieben Augusttagen, als die Temperaturen beinahe täglich weit über die 30 Grad Celsius hinausgingen, passierten 11.987 Besucher die Schranke zum Bad – und damit 823 mehr als im gesamten August 2017.

Rund ein Viertel mehr Besucher als 2017

Bis zum Ende der ersten Augustwoche zählte man bereits 76 622 Besucher insgesamt im Remagener Bad. Bis Ende Juli waren es knapp 65.000 Gäste und damit satte 27 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des vergangenen Jahres, als 51.200 Gäste ihr Ticket gelöst hatten. „Aufgrund der guten Wetterprognosen werden wir in den kommenden Tagen den 80 000. Besucher begrüßen können“, so Göttlicher. Geplant ist die aktuelle Badesaison bis zum 2. September, in Remagen freut man sich schon auf die Abschlussbilanz, wie der Mann aus der städtischen Finanzverwaltung betont: „Eine Besucherzahl zwischen 85.000 und 90.000 wäre ein sensationelles Ergebnis.“

Um einige Nummer kleiner als das Freizeitbad Remagen, ist das Freizeitbad Brohltal zwischen Kempenich und Weibern. Aber auch dort hinterlässt der Rekordsommer seine Spuren, vor allem in der Kasse. Erst Anfang August kam Brohltal-Bürgermeister Johannes Bell persönlich ins Bad, um dort die 20.000. Besucherin zu begrüßen: Monika Klein aus Weibern war die Glückliche und erhielt als kleines Dankeschön einen Blumenstrauß, ein Weinpräsent und einen Gutschein von Bürgermeister Bell. Zuletzt hatte man im Brohltal im Jahr 2006 die Marke von 20 000 Gästen erreichen können. Nun könnten es bis zum Saisonende sogar 25 000 werden. Viele der Besucher sind Stammgäste und lieben die freundliche und familiäre Atmosphäre – auch Klein.

Nostalgiebad öffnet teilweise schon um 6 Uhr

Wie viele Gäste sich im Bad Bodendorfer Nostalgiebad in diesem Sommer tummeln, das wüsste Betreiber Frank Riffel auch gerne. Er ist bisher überhaupt nicht dazu gekommen, eine Hochrechnung zu den Besucherzahlen zu erstellen, betont er. Was aber auch kein Wunder ist: Riffel öffnet das Bad teilweise schon um sechs Uhr morgens, dann stehen die ersten Stammgäste bereits vor der Tür, um ihre frühmorgendlichen Runden zu drehen. Die letzten Gäste verlassen das Bad um 19 Uhr. „Bis dahin geht es in einem durch“, so der Betreiber, der mit der Kombination aus „Nostalgiebad“ und dem mit zertifiziertem Heilwasser gefüllten Becken eine Marktlücke gefunden hat.

„Die Menschen kommen aus einem großen Umkreis, aus Koblenz, Siegburg oder Mayen, um hier zu schwimmen.“ Städte und Regionen mit eigenen, großen Bädern. Aber das Bad Bodendorfer Bad mit seinem besonderen Flair zieht sie offenbar an. Riffels Bilanz lautet ob der vielen Gäste und der damit verbundenen Arbeit derzeit: „Dieses Jahr ist es ein Bombensommer.“

Im Ahrweiler Freibad war bereits der Juni sehr stark

Da wird man in Bad Neuenahr-Ahrweiler schon konkreter. Bereits der Juni sei im Ahrweiler Freibad so stark wie noch nie gewesen, sagt Betreiber Elmar Scholtzen. Und er hat durchaus Vergleichszahlen, ist es doch bereits zehn Jahre her, dass Scholtzen das Ahrweiler Bad übernahm. Das Twin in Bad Neuenahr haben bis Ende Juli 61.235 Gäste besucht, immerhin knapp 17 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Damals waren es 52.388 Badegäste gewesen. Gravierender ist der Juli-Vergleich, 11.603 Besuchen im vergangenen Jahr stehen 21.745 Gäste im Juli 2018 gegenüber, also fast doppelt so viele.

Und Anfang August ging es munter weiter. So wurde am 7. August mit 1917 zahlenden Besuchern ein neuer Tagesrekord für dieses Jahr aufgestellt.

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