Das waren die Uferlichter 2016 in Bad Neuenahr: Flammen vor nachtschwarzer Kulisse

Das waren die Uferlichter 2016 in Bad Neuenahr : Flammen vor nachtschwarzer Kulisse

Die Feuershow war der Höhepunkt zum Abschluss der Uferlichter in Bad Neuenahr.

Noch einmal leuchteten die Bad Neuenahrer Uferlichter auf, bevor sie für dieses Jahr endgültig verloschen. Dazu ging indes die Uferlichter-Flamme auf der „Akropolis-Wiese“ im Kurpark erstmal aus, und auch die umgebenden meterhohen Dekorationsobjekte waren zwischendurch nicht mehr beleuchtet, um die angekündigte Feuershow in Szene zu setzen.

Feuerschein erleuchtete das Schwarz der Nacht. Mit Flammen an einem Stab, mit Feuern an Ketten und Seilen agierte „Pyrozauberer“ Michael Dieringer, und Hunderte Zuschauer zwischen Pagodenzelten und Hütten rückten rund um die Wiese zusammen und reckten die Hälse, um mehr von dem Lichterspektakel zu sehen. Sie beneideten den Hauptakteur nicht, wie er mit bloßem Oberkörper in klirrender Kälte zu Werke ging, während sie froh waren, um ihre dicken Wintermäntel und die vielleicht zu Weihnachten geschenkten Mützen, Schals und Handschuhe zu tragen.

Trommelrhythmen aus dem Lautsprecher, aber auch live von einer Frauengruppe aus dem Kreis Ahrweiler ließen aufhorchen. Dazu kündigte eine Stimme aus dem Off die „Bruderschaft der Kraftstabträger“ und andere „Kriegerinnen und Krieger des Lichts“ an: „Wie viele andere treten die Kraftstabträger in dunklen Zeiten an, um herzvolle Verbindungen zu schaffen und für Liebe, Toleranz, Offenheit und Willkommenskultur zu werben.“

Indianische Klänge und Gesänge folgten. In eingängige Rhythmen, in „Heyahey“ und „Heyaho“ stimmte mancher Zuhörer leise ein. Zum Mitsingen luden auch die immer wieder wiederholten Worte des „Erdtanzes“ ein: „Meine Füße fest auf Mutter Erde, segne sie mit jedem Schritt. Meine Liebe fühlt ihren Herzschlag, und mein eigenes Herz schlägt mit. Auch „Kraftstabträger“ Thorsten Schulte stand an der Seite Dieringers.

Wie anstrengend dessen Darbietungen waren, zeigte sich an den „Atemwolken“, die ihn etwa bei „Wakatanka“ zu Ehren des „großen Geistes“ umgaben. Mit schnellen Bewegungen und kleinen Schritten bewegte er sich auf der Wiese und drehte dabei artistische Spinningelemente. Diese „Pois“ nutzte Michael Dieringer, um mit gestrecktem Arm oder mit kleinen Drehungen aus dem Handgelenk große und kleine Kreise oder auch windmühlenartige Flügel aus Feuer in die dunkle Kulisse zu zeichnen. Er ließ Feuerkugeln gleichzeitig am Seil mal gleich-, mal wechselseitig und immer schneller rotieren, bis die Flammen abebbten. Applaus folgte.

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