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Sommernacht "RosenMond": Feuriges und Florales im Kurpark Bad Neuenahr

Sommernacht "RosenMond" : Feuriges und Florales im Kurpark Bad Neuenahr

Lux Aeterna bedeutet "ewiges Licht". Und auch wenn die gleichnamige Show, die sich den rund 2000 RosenMond-Gästen im Kurpark Bad Neuenahr kurz vor Mitternacht bot, nicht für die Ewigkeit gemacht war, so zog das Zusammenspiel aus Feuer, Fackeln und Federfächern sie in den Bann.

Die tanzenden Flammen-Menschen bildeten den perfekten Übergang zu einem spektakulären Feuerwerk des Pyrotechnik-Weltmeisters Helmut Reuter, das, wenn in diesem Jahr auch kleiner dimensioniert, von passenden Musiktiteln wie "Amazing Grace" oder "Dance with somebody" unterlegt war.

Apropos Tanzen: Sowohl die "RosenMond Allstar Band" auf der Hauptbühne mit Nummer-Eins-Hits aus vier Jahrzehnten als auch DJ Ingo im Party-Bereich mit Techno und Housemusic inmitten der Baumriesen und überdimensionalen, leuchtenden Farbelementen sorgten dafür, dass die Flächen von Beginn an mit Tanzwütigen jeden Alters gefüllt waren. Gerade dort wurde deutlich, dass der RosenMond als Nachfolger der Sommernacht der Rose in seiner konzeptionellen Neuausrichtung mit dem Fokus auf jüngeres Publikum "aufgeht". Jung und Alt amüsierten sich prächtig - und zwar gemeinsam.

Kleine Notiz am Rande: Sowohl das städtische Gymnasium Rheinbach als auch das Bonner Hardtberg-Gymnasium feierten am Freitag und Samstag im benachbarten Kurhaus die Abibälle. Beeindruckt vom Ambiente des illuminierten Kurparks, der als schönster im Land zählt, kamen spontan zum "Abrocken" bis um 1 Uhr von dort noch einige festlich gekleidete junge Leute hinzu. Wer chillen wollte, der konnte das im Lounge-Bereich, wo menino-Gründer Winfried Schuld und Ion Jory ruhigere Jazz-Töne anschlugen. Völlig stimmlos war dagegen Moderator Wolfgang Nagel, dem es am Freitag die Sprache verschlagen hatte.

Für ihn sprang spontan Alexander Kohnen vom "International Wine Institute" ein, dem es eine Freude war, Janine Ritella als neue Dame der Rose (siehe Bericht unten) vorstellen zu können. Für die florale Dekoration mit Tausenden von lachsfarbenen Rosen zeichnete Mehmet Yilmaz von Floristik Lersch verantwortlich.

Gekommen waren insgesamt, so zogen Ahrtal-Tourismus-Geschäftsführer Andreas Wittpohl, sein Vertreter Oliver Piel und die Arbeitskreis-Vorsitzende Michaela Wolff gestern Bilanz, 2200 Menschen zu "Typisch Kölsch" und 2000 Gäste zum RosenMond. "Das sind am Freitag 20 Prozent weniger als 2011. Vermutlich wegen Fußball und des unbeständigen Wetters", so Wittpohl. Auch die Zahlen am Samstag, an dem es Parallelveranstaltungen gab, lassen Luft nach oben: "Die Hotellerie war nicht ausgebucht." Wolff ergänzt: "Wir stehen zum neuen Konzept. Wer da war, der war zufrieden. Doch uns muss es gelingen, noch mehr Gäste im Vorfeld zu begeistern."